Israels Regierung treibt ungeachtet internationaler Proteste ein hochumstrittenes Siedlungsprojekt im besetzten Westjordanland voran. Der rechtsextreme Finanzminister im Koalitionskabinett von Premier Benjamin Netanjahu, Bezalel Smotrich, hatte in der vergangenen Woche Pläne bekannt gegeben, ein bisher von Beduinen genutztes Gebiet im Westjordanland am Stadtrand von Jerusalem für den Siedlungsbau freizugeben. Das sogenannte E1-Projekt zwischen Jerusalem und der Siedlung Ma‘ale Adumim würde das Westjordanland faktisch vom besetzten Ostjerusalem abschneiden und teilen. Smotrich hatte erklärt, dass das Projekt die Idee eines palästinensischen Staates „begraben“ würde, weil es dann „nichts und niemanden mehr anzuerkennen“ gäbe. Die Ankündigung ist nach Smotrichs Angaben mit Netanjahus Billigung erfolgt.
Israel will Westjordanland teilen und Idee eines Palästinenserstaates „begraben“
Die israelische Regierung plant umstrittenen Siedlungsbau im Westjordanland. Das E1-Projekt würde Ostjerusalem vom Westjordanland abtrennen












