Erstmal zu den Fans. Während sich die Spieler vom FC Hansa Rostock schon für die Siegerehrung bereitmachten und ein Spalier für die Spieler vom SV Pastow bildeten, liefen diese geradewegs zu ihren Fans, um sich für deren Unterstützung zu bedanken, die 90 Minuten lang ihre Fahnen schwenkten und den Verbandsligisten mit ihren Gesängen versuchten den klaren Außenseiter anzufeuern. Vielleicht ließen sich die Spieler auch nochmal ein bisschen für die eigene Leistung feiern. Für den ganzen großen Wurf hatte es zwar nicht gereicht. Der SV Pastow, der als einziger Sechstligist überhaupt im Landespokalfinale stand, musste sich in diesem 0:3 (0:1) gegen den FC Hansa Rostock geschlagen geben, der den Mecklenburg-Vorpommern-Pokal zum neunten Mal gewann. Trotzdem schlugen sich die unterklassigen Gegner in einem Duell zwischen Amateurfußballern und Profis wacker.

2813 Fußballfans waren am Sonnabend ins Greifswalder Volksstadion gekommen, um das Pokalfinale zu sehen. Die Sitzschalen reichten für so viele Fans nicht aus und so nahmen viele an den Seiten der Haupttribüne auf zwei Rasenflächen Platz. So war auf der einen Seite die „Rostock-Wiese“ und auf der anderen die „Pastow-Wiese“ entstanden.

Der Glaube an die Sensation