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Was Monate dauert, kann manchmal trotzdem erst im allerletzten Moment entschieden werden.Julian Nagelsmann, 38, seit mehr als zweieinhalb Jahren Bundestrainer, hat am Donnerstag seinen Kader für die Fußball-WM enthüllt (ab 11. Juni). Auf 26 Spieler legte er sich fest. Viele Wochen hatten er und sein Trainerteam sich den Kopf darüber zerbrochen. Aber als Nagelsmann am Mittwochabend in Istanbul rund um das Europa-League-Finale des SC Freiburg gegen Aston Villa mit DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig und Sportdirektor Rudi Völler auch mal bei einem Bier alles besprach, waren noch drei Kaderplätze offen. Über sie wurde erst kurz vor der Verkündung um 13 Uhr am Folgetag entschieden.
Seither erhitzen sich die Gemüter: Warum darf Leroy Sané mitfahren und der junge Kölner Saïd El Mala nicht? Ist das Risiko mit dem 40 Jahre alten Rückkehrer Manuel Neuer im Tor nicht zu groß? Und weshalb gibt es außer Joshua Kimmich keinen einzigen Rechtsverteidiger im Aufgebot?
Der SPIEGEL hat viele Gespräche mit Beteiligten sowie Beobachtern geführt. Mit diesen Informationen lassen sich die wichtigsten Entscheidungswege Nagelsmanns rekonstruieren. Und man kann erkennen, welchen Geheimplan der Bundestrainer für das Turnier in der Hinterhand hält.















