PfadnavigationHomePolitikAuslandKrieg im Nahen OstenIran warnt USA vor „vernichtender“ Reaktion – Rubio zuversichtlich mit Blick auf mögliches AbkommenStand: 16:14 UhrLesedauer: 2 MinutenIrans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf Quelle: AFP/-Während in Teheran bis tief in die Nacht über mögliche Gespräche mit den USA verhandelt wird, verschärft der Iran zudem den Ton gegenüber Washington. Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf warnt Donald Trump offen vor einem neuen Krieg.Irans Parlamentspräsident und Verhandlungschef Mohammed Bagher Ghalibaf hat US-Präsident Donald Trump mit scharfen Worten vor einem erneuten Angriff auf den Iran gewarnt. „Sollte Trump erneut eine Dummheit begehen und einen neuen Krieg beginnen, wird der Gegenangriff der iranischen Streitkräfte für die USA noch vernichtender sein“, sagte Ghalibaf bei einem Treffen mit Pakistans Armeechef Asim Munir.Er betonte, der Iran werde den diplomatischen Weg „klug und entschlossen“ weiterverfolgen. Dies bedeute jedoch nicht, dass Teheran die Rechte des iranischen Volkes zugunsten einer Einigung aufgeben werde, so der Verhandlungschef laut Staatssender Irib.US-Außenminister Marco Rubio äußerte sich zuversichtlich mit Blick auf eine mögliche Einigung mit dem Iran. „Es besteht die Möglichkeit, dass wir, entweder später heute, morgen oder in ein paar Tagen, etwas bekanntzugeben haben“, sagte Rubio vor Reportern im indischen Neu-Delhi. Er hoffe auf „gute Nachrichten“, fügte der Außenminister hinzu.Mehr von WELT in der Google-Suche: WELT als Medium bevorzugenInmitten der Spannungen zwischen Iran und den USA führte Pakistans Armeechef Munir in Teheran politische Gespräche mit der iranischen Führung. Am Freitagabend traf er sich nach Angaben des Staatssenders Irib mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi – das Gespräch soll bis nach Mitternacht gedauert haben. Inhaltliche Details wurden nicht bekannt gegeben. Munir will sich demnach auch mit Präsident Massud Peseschkian und Parlamentspräsident Ghalibaf treffen.Lesen Sie auchAus pakistanischen Sicherheitskreisen hieß es gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, Munir sei unterwegs, um den Entwurf für eine Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran zu besprechen. In diesen Kreisen wurde Optimismus verbreitet, dass eine Vorvereinbarung greifbar sei. Munir hätte eigentlich bereits am Donnerstag nach Teheran reisen sollen – er habe jedoch auf grünes Licht der iranischen Verhandler gewartet, dass tatsächlich eine erste Einigung erzielt werden kann. Feldmarschall Munir werden gute Kontakte zu US-Präsident Trump nachgesagt; er gilt als Vermittler zwischen den Kriegsparteien.Iran dämpft ErwartungenDas iranische Außenministerium bremste die Hoffnungen auf eine rasche Annäherung. Ministeriumssprecher Ismail Baghai bezeichnete Munirs Reise als Fortsetzung eines laufenden diplomatischen Prozesses – nicht als Hinweis auf eine bevorstehende Einigung mit den USA.Im Mittelpunkt der aktuellen Gespräche stehe weiterhin ein sofortiges Ende des Krieges, betonte Baghai. Streitpunkte zwischen dem Iran und den USA – insbesondere das Atomprogramm und der Verbleib von hochangereichertem Uran – könnten erst nach Kriegsende verhandelt werden. Andernfalls würden die Gespräche wie in früheren Runden erneut ohne konkrete Ergebnisse bleiben.dpa/kaha