Die Toten Hosen wollen Schluss machen. Frontmann Campino über Verantwortung, Tricks zum Überleben auf der Bühne und einen Anruf von Angela Merkel.
taz: Campino, Sie kennen bestimmt dieses schöne Zitat des Musikers Thees Uhlmann: „Die Toten Hosen sind die einzige Band, bei der ich das Gefühl habe, sie passen auf uns alle auf.“ Nun, da Die Toten Hosen ihren Abschied verkündet haben – wer passt denn jetzt auf uns auf?
Campino: Da wird sich schon jemand finden. Es gibt immer wieder tolle Bands, die das Herz auf dem richtigen Fleck haben. Da mach’ ich mir gar keine Sorgen.
taz: Die Toten Hosen sind mehr als nur eine Rockband, sondern auch Heimat für ihre Fans und sogar so etwas wie das gute Gewissen dieses Landes.
Campino: Es gab zwei Möglichkeiten, um in der Schulklasse eine besondere Position zu erreichen. Entweder wurdest du zum Klassensprecher gewählt, wurdest also der, der auf alle aufpasst. Oder du hast den Clown gespielt. Bei mir hat’s eigentlich immer nur zum Clown gereicht. Dass wir jetzt, nach all den Jahren, von Thees zum Klassensprecher ernannt werden, das sehe ich mal als zweifelhafte Ehre.










