Das Parlament im EU- und Nato-Land Slowenien hat den rechtskonservativen Politiker Janez Janša zum Ministerpräsidenten gewählt. Für ihn stimmten 51 Abgeordnete, 36 stimmten gegen ihn, wie die Nachrichtenagentur STA berichtete.Janša will mit seiner Slowenischen Demokratischen Partei (SDS) und anderen rechten Parteien eine Minderheitsregierung bilden, die von der rechtspopulistischen Gruppierung Resnica (Wahrheit) von außen unterstützt wird.
Korruptionsbekämpfung vs. KorruptionsskandaleJanša wurde zum vierten Mal Regierungschef seines Landes und löst den links-liberalen Robert Golob ab, der in den vergangenen vier Jahren regierte. Dessen Freiheitsbewegung (GS) hatte zwar die Parlamentswahl im März knapp vor Janšas SDS gewonnen, hatte aber mit seinen bisherigen linken Koalitionspartnern keine Mehrheit mehr.In seiner Ansprache vor der Wahl im Parlament sagte Janša, seine künftige Regierung werde Dezentralisierung und Bürokratieabbau vorantreiben sowie die Korruption bekämpfen.
Der Rechtskonservative hatte bereits von 2004 bis 2008, von 2012 bis 2013 und von 2020 bis 2022 regiert. Seine Amtszeiten waren von Korruptionsskandalen und Angriffen gegen unabhängige Medien und Andersdenkende überschattet und endeten jeweils mit seiner Abwahl.










