Man muss der gerade veröffentlichten, selbst für die Maßstäbe des Formats bestürzend prominenzverdünnten Besetzungsliste des diesjährigen »Sommerhaus der Stars« beinahe dankbar sein: Die personale Enttäuschung schärft den Blick für alternative Paare, die dort eine leichter nachvollziehbare Teilnahmeberechtigung hätten.Ralf Schumacher und sein Verlobter Étienne Bousquet-Cassagne zum Beispiel, die bei Sky (wo Schumacher seit Jahren Formel-1-Rennen kommentiert) gerade in der vierteiligen Miniserie »Ralf & Étienne: Wir sagen Ja« ihre Hochzeitsvorbereitungen dokumentieren lassen. Zumindest einen der beiden würde man erkennen, ohne erst eine breit formulierte Senderbiografie studieren zu müssen. Was freilich auch daran liegt, dass man seit Schumachers Karriere als omnipräsente Werbefigur nicht mal mehr furchtlos den Kühlschrank öffnen kann, in der bangen Erwartung, der Ex-Rennfahrer würde darin zwischen einem angebrochenen Glas Kapern und einem erstaunlich langlebigen Stück Parmesan kauern und fragen, ob man wisse, wie viel das Auto noch wert sei, das man gar nicht besitzt.Man kann »Ralf & Étienne: Wir sagen Ja« also durchaus als opulent bebilderte Bewerbungsmappe für künftige Reality-TV-Engagements betrachten, genug abfilmwürdiges Material liegt schon in Folge eins vor: »Mein Name ist Étienne und ich werde Ralf ʼeiraten«, stellt sich Bousquet-Cassagne vor, und man rückt ihn probeweise direkt mal in die Reihe verdienter Trash-TV- und Fast-Franzosen, hinter Rolfe von »Germany’s Next Topmodel« und Froonck, den Hochzeitsplaner.