Eine Kommission hat Trumps Triumphbogen-Projekt für Washington D.C. durchgewunken. Die Architektur funzt halt, würden Napoleon oder Albert Speer denken.
H atte irgendjemand daran gezweifelt, dass Trump sein Triumphbogen-Projekt wirklich umsetzen würde? Denn im US-Kulturbetrieb zieht der US-Präsident seine Make-America-Great-Again-Politik mit beängstigender Stringenz durch. Ästhetisch rückt er die USA durch Dekrete, Personalien und so konkrete Fakten wie den abgerissenen Ostflügel des Weißen Hauses zunehmend in sein fantasmagorisches MAGA-Vergangenheitsbild hinein. Und das liegt irgendwo zwischen dem Klassizismus zur Zeit der Staatsgründung und den suburbanen 1950ern der Tupperware-Parties.
Nun steht also fest, dass ein 76 Meter hoher Triumphbogen in Washington D.C. in Gedenken an Trumps nunmehr 79-jährige Person und ein bisschen an das 250-jährige Bestehen der USA gebaut werden soll.
Die Kommission der schönen Künste – deren Mitglieder im vergangenen Jahr von Trump gefeuert und dann durch Gefolgsleute ersetzt worden waren – stimmte am Donnerstag einstimmig für das Denkmal. Es sieht dem napoleonischen Triumphbogen in Paris an der Avenue des Champs Élysées ziemlich ähnlich, wäre dem Trump’schen Modell nicht noch ein riesiger goldener Engel samt Fackel und Krone aufgesetzt worden, flankiert von zwei goldenen Adlern. „United States Triumphal Arch“ soll das MAGA-Ding heißen.















