»Das ist ein gut durchdachtes Gebäude. Das eine funktioniert nicht ohne das andere.«

So klingt es, wenn Donald Trump über sein Bauvorhaben am Weißen Haus spricht. Der US-Präsident hatte den Ostflügel abreißen lassen, um dort einen Ballsaal zu bauen. Alles mehr oder weniger schön, alles etwas pompös. Unnötig? Auf keinen Fall. Kosten? Kein Problem.

»Das ist alles mein Geld und Spendengelder. Es ist ohne Steuern finanziert.«

Das allerdings stimmt so nicht. Richtig ist: Bis zu 400 Millionen US-Dollar sollen aus privaten Spenden, von Unternehmen und vom US-Präsidenten selbst kommen, jedenfalls sagt Trump das. Zusätzlich aber will Trump eine MILLIARDE US-Dollar für Sicherheitsvorkehrungen – und diese Milliarde soll aus Steuermitteln kommen. Das stieß nicht nur bei Demokraten, sondern auch bei Republikanern auf Kritik. Es könnte sein, dass das entsprechende Gesetz am Donnerstag fallen gelassen wird. Und ganz davon abgesehen: Wofür genau soll der Prunkbau eigentlich gut sein?

»Man hat eine Menge Veranstaltungen. Wenn etwa Präsident Xi zu Besuch kommt, haben wir keinen Platz für ihn. Wenn das hier fertig ist, endet meine Amtszeit wenig später. Das ist mein Geschenk an die Vereinigten Staaten von Amerika. So etwas wird nie wieder gebaut.«