Im Rahmen einer aufwendigen Rettungsaktion wurde der vor der Ostseeinsel Poel gestrandete Buckelwal, von vielen „Timmy“ oder „Hope“ genannt, von einer privaten Initiative in die Nordsee geschleppt. Einige Tage nach seiner Freilassung meldeten die Behörden, dass vor der dänischen Küste ein toter Wal entdeckt wurde, bei dem es sich um „Timmy“ handeln soll. Verfolgen Sie hier die Entwicklungen im Newsticker: Wal-Livestream von News5 Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Quelle: News5 via Youtube (Video eingebettet) Wal-Newsblog vom 22.5.2026 14:01 Uhr: Explosionsgefahr steigt weiter Bereits am Donnerstag hatte der Meeresbiologe Fabian Ritter der „Bild“-Zeitung mitgeteilt, dass er nun jede Minute mit einer Explosion des Kadavers rechne. „Was ich sehe, ist ein wie ein Ballon aufgeblasener Wal – offensichtlich schon ziemlich unter Spannung.“ Er ergänzte: „Im Grunde ist da jetzt höchste Explosionsgefahr.“ Das Risiko und die Gefahr dafür steige demnach „mit jeder Minute“. Der Wal-Experte ist allerdings nicht vor Ort und äußert seine Vermutungen auf Grundlage von Filmmaterialien, die ihm gezeigt wurden. Nach den letzten Angaben des dänischen Umweltministeriums vom Donnerstag sollten erst „nach Pfingsten“ weitere Versuche unternommen werden, um den Buckelwal die rund 50 Kilometer über die Ostsee in den Hafen von Grenaa zu ziehen, wo anschließend die Obduktion stattfinden soll. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass der Körper zwischenzeitlich explodiert.Experten des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund wollen derweil keine Prognose darüber abgeben, wann genau der Kadaver vor Anholt explodieren könnte. Eine Sprecherin sagte dem Tagesspiegel auf Anfrage, dass der Zeitpunkt der Explosion von „zahlreichen Faktoren“ abhänge – „insbesondere der Sonneneinstrahlung und der Umgebungstemperatur“. Generell dehnt sich ein Wal-Kadaver aufgrund der entstehenden Fäulnisgase bei höheren Temperaturen mehr aus, als bei niedrigen Temperaturen. Der Grund: Beim Verwesungsprozess vermehren sich die Bakterien im Körper. Bei der Zersetzung des organischen Materials entstehen dann die Faulgase, die wiederum den Leib aufblähen und wegen der dicken Fettschicht nicht entweichen können. Kalte Luft oder kaltes Wasser können die Bakterienbildung etwas eindämmen.Kann man den aufgedunsenen Walkörper theoretisch anpieksen, damit die Gase kontrolliert entweichen? Die Sprecherin des Meeresmuseums sagte hierzu, dass es „theoretisch möglich wäre, in den Walkörper gezielt Löcher zu bohren, damit das Gas entweichen kann“. Sie ergänzte: „Das bedarf jedoch großer Erfahrung und birgt auch Gefahren für die Menschen, die es durchführen und sich in unmittelbarer Nähe des Wals befinden.“Generell können auch Aasfresser dafür sorgen, dass der Körper geöffnet wird. In Livestream-Aufnahmen des Videonachrichtensenders News5 war zu sehen, wie immer wieder zahlreiche Möwen auf dem Kadaver landeten und darauf herumpickten. Die Sprecherin des Meeresmuseums gibt hier allerdings Entwarnung: „Die Möwen werden vermutlich wenig Einfluss haben, da die Blubberschicht [also die Fettschicht der Haut – Anm. d. Red.] sehr dick ist.“ 12:55 Uhr: CDU-Politiker kritisiert Umweltminister Backhaus Der Landesvorsitzender der CDU Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, bezeichnete die Rettungsaktion für Buckelwal „Timmy“ als „teuerste Tierquälerei in der Geschichte“. Via X richtete der 44-Jährige Politiker seine Kritik auch den Landesumweltminister und SPD-Politiker Till Backhaus, der den finalen Rettungsversuch der privaten Initiative duldete. „Minister Backhaus hat das zugelassen“, schrieb Peters.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Es ist nicht das erste Mal, dass Peters die Rettungsaktion für den vormals vor der Ostseeinsel Poel gestrandeten Buckelwal kritisiert. In einem Interview mit der „Welt“ sagte er am 21. April auf das Engagements Backahsu angesprochen: „Wir haben auch noch andere Probleme.“ 09:53 Uhr: Heute doch neuer Bergungsversuch? Am gestrigen Donnerstag waren gleich mehrere Versuche, den vor Anholt gestrandeten Buckelwal zwecks Obduktion etwa 50 Kilometer über die Ostsee in den Hafen von Grenaa zu ziehen, gescheitert. Mehrere Boote schafften es nicht, den stark aufgeblähten Kadaver über eine Sandbank zu ziehen. Die dänische Umweltbehörde teilte am späten Donnerstagnachmittag mit, dass man weitere Bergungsversuche erst nach den Pfingstfeiertagen unternehmen wolle. Doch heute früh kam nach Angaben von „t-online“ offenbar doch wieder Bewegung in das Vorhaben. Demnach sei in Livestream-Aufnahmen der Videonachrichtenagentur News5 zeitweise wohl zu sehen, wie mehrere Boote der dänischen Küstenwache in der Nähe des mittlerweile stark aufgedunsenen Körpers unterwegs waren. Ein Reporter vor Ort soll demnach berichtet haben, dass die Küstenwache offenbar doch noch versuchen wolle, den Kadaver am heutigen Freitag abzutransportieren. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht.Am Donnerstag sagte der Meeresbiologe Fabian Ritter der „Bild“-Zeitung, dass er jede Minute mit einer Explosion des Kadavers rechne. „Was ich sehe, ist ein wie ein Ballon aufgeblasener Wal – offensichtlich schon ziemlich unter Spannung.“ Er ergänzte: „Im Grunde ist da jetzt höchste Explosionsgefahr.“ Das Risiko dafür steige demnach „mit jeder Minute“. Der Wal-Experte ist allerdings nicht vor Ort und äußert seine Vermutungen auf Grundlage von Filmmaterialien, die ihm gezeigt wurden. Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Wal-Newsblog vom 21.5.2026 16:34 Uhr: Dänische Umweltschutzbehörde bestätigt: Bergungsversuch abgebrochen Der Bergungsversuch für den vor der Insel Anholt liegenden Buckelwal-Kadaver wurde für heute abgebrochen. Das berichtet der dänische TV-Sender „TV2“ unter Berufung auf die dänische Umweltschutzbehörde, die für die Bergung des Wals zuständig ist.Demnach sei es auch nach mehreren Versuchen nicht gelungen, den Wal in tiefere Gewässer zu schleppen. Die Behörde kommt zu dem Schluss: „Der Buckelwal sitzt auf einer Sandbank fest.“ Und das noch mindestens für die nächsten fünf Tage. Erst nach Pfingsten soll ein neuer, alternativer Bergungsversuch unternommen werde, hieß es.Unterdessen zeigten Livestream-Aufnahmen der Videonachrichtenagentur News5, dass sich der Kadaver des Wals aufgrund von im Körper entstehenden Fäulnisgasen immer weiter aufbläht. Das dänische Umweltministerium hatte bereits zuvor gewarnt, dass der Kadaver explodieren könne. 15:08 Uhr: Meeresbiologe: Explosionsgefahr „steigt mit jeder Minute“ Der Bergungsversuch für den vor der Insel Anholt liegenden Buckelwal-Kadaver scheint vorerst abgebrochen worden zu sein. In Livestream-Aufnahmen der Videonachrichtenagentur News5 war zu sehen, wie noch am Vormittag mehrere Boote versuchten, den Kadaver von „Timmy“ mit Seilen aus dem seichten Gewässer zu ziehen. Das Risiko für eine Explosion steigt mit jeder Minute.Fabian Ritter, MeeresbiologeDer Körper sollte 50 Kilometer über die Ostsee in den Hafen von Grenaa transportiert werden, damit dänische Forscher dort am Freitag eine Obduktion vornehmen. Doch die Schiffe fuhren unverrichteter Dinge wieder weg – offenbar gelang es nicht, den Kadaver über eine Sandbank zu ziehen, wie ein News5-Reporter unter Berufung auf eine mit der Bergung vertraute Person berichtete. Ein Mitarbeiter des Staatlichen Naturhistorischen Museums in Dänemark, der nach eigenen Angaben an der Autopsie beteiligt sein wollte, sagte dem dänischen TV-Sender „TV2“, dass das Bergungsvorhaben am Donnerstag vorerst aufgegeben wurde. „Sie bekommen ihn nicht los“, sagte der Mitarbeiter und ergänzte: „Ich glaube, das Boot ist vielleicht zu klein, es gibt jedenfalls Probleme, und sie können ihn nicht bewegen.“ Heute um 15 Uhr habe er eine entsprechende Nachricht bekommen. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben bislang nicht.Derweil zeigen die Livestream-Aufnahmen, dass sich der Kadaver des Wals aufgrund von im Körper entstehenden Fäulnisgasen immer weiter aufbläht. Das Dänische Umweltministerium hatte bereits zuvor gewarnt, dass der Kadaver explodieren könne.Zu dieser Einschätzung kommt nun auch der Meeresbiologe Fabian Ritter. Im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung sagte er am Donnerstag: „Was ich sehe, ist ein wie ein Ballon aufgeblasener Wal – offensichtlich schon ziemlich unter Spannung.“ Er ergänzte: „Im Grunde ist da jetzt höchste Explosionsgefahr.“ Das Risiko dafür steige demnach „mit jeder Minute“. Der Wal-Experte ist allerdings nicht vor Ort und äußert seine Vermutungen auf Grundlage von Filmmaterialien, die ihm gezeigt wurden. Ritter zufolge ließe sich die Explosionsgefahr verringern. Mit „gezielten Schnitten oder Punktierungen“ in den Walkörper könne man dafür sorgen, dass die Gase austreten. Der Experte betonte: „Je früher man das macht, desto besser.“ 13:22 Uhr: Bergungsversuch für Autopsie offenbar abgebrochen Am Donnerstag teilte die Dänische Umweltschutzbehörde mit, dass man den Kadaver von Buckelwal „Timmy“ am Donnerstag mithilfe eines Schleppers vom beliebten Strand der Insel Anholt rund 50 Kilometer über die Ostsee in den Hafen von Grenaa transportieren wolle. Dort soll der Körper des Wals „wenn alles nach Plan verläuft“ am Donnerstag obduziert werden, sagte Jane Hansen vom Umweltministerium dem Tagesspiegel auf Anfrage. Wenn alles nach Plan verläuft, finden die Autopsie und die Untersuchung des Wals am Freitag statt.Jane Hansen, Umweltministerium DänemarkDoch offenbar verläuft bei dem Bergungsversuch aktuell nicht „alles nach Plan“. In Livestream-Aufnahmen der Videonachrichtenagentur News5 war zu sehen, wie Einsatzkräfte zeitweise die Seile vom Walkörper wieder entfernten, mit denen das Tier gezogen werden sollte. Ein News5-Reporter vor Ort berichtete unter Berufung auf eine mit den Bergungsarbeiten vertraute Person, dass einige Versuche bislang gescheitert seien und es derzeit offenbar nicht gelinge, den Kadaver über eine Sandbank im seichten Wasser zu ziehen. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben bislang nicht. Wie es nun weitergehen soll, bleibt fraglich. 11:55 Uhr: Wal-Autopsie am Freitag in Grenaa geplant Der Kadaver von Buckelwal „Timmy“ soll nach Angaben des Dänischen Umweltministeriums von seinem derzeitigen Aufenthaltsort vor der Insel Anholt in den Hafen von Grenaa gebracht werden. Die Stadt befindet sich an der Ostküste auf dem dänischen Festland. Die Entfernung zwischen dem Hafen von Grenaa und der Insel Anholt beträgt in Luftlinie etwa 50 Kilometer. Via Fährverbindung dauert die Überfahrt etwa 2 Stunden und 45 Minuten.Wie Jane Hansen vom Umweltministerium dem Tagesspiegel auf Anfrage erklärte, habe man sich dazu entschlossen, den Körper des Tieres von seinem bisherigen Standort zu entfernen, weil er an dem beliebten Strand für „erhebliche Störungen“ sorgt. Es sei nun „gängige Praxis, eine Autopsie durchzuführen und Forschern die Entnahme wertvoller wissenschaftlicher Proben zu ermöglichen“. Im Hafen von Grenaa seien die Bedingungen für eine Obduktion und weitere Arbeiten an dem Kadaver demnach „weitaus besser geeignet“.Des Weiteren sei wegen des großen Interesses in der deutschen Bevölkerung geplant, dass die Presse vor Ort die Arbeiten am Wal verfolgen könne. „Der Zugang erfolgt jedoch hinter Sicherheitsabsperrungen, da Maschinen und scharfe Geräte zum Einsatz kommen“, so Hansen. Zudem müsse man „angemessene Arbeitsbedingungen“ gewährleisten. „Wir bitten daher alle, die Absperrungen zu respektieren und die Anweisungen vor Ort zu befolgen.“ Die Autopsie soll demnach am Freitag im Hafen von Grenaa stattfinden. Der Transport von Buckelwal „Timmy“ dorthin soll demnach bereits am Donnerstag mithilfe von Umweltschutzschiffen der „Dänischen Behörde für grüne Landnutzung und aquatische Umwelt“ (SGAV) erfolgen. „Der Transport des Wals ist mit einer Reihe technischer Herausforderungen verbunden“, sagte Hansen und ergänzte: „Sollte es nicht möglich sein, den Transport abzuschließen, werden die weiteren Arbeiten stattdessen auf Anholt durchgeführt.“In Livestreamaufnahmen der Videonachrichtenagentur News5 war zu sehen, wie der Kadaver am Donnerstagmittag bereits enorm aufgebläht war. Der Grund dafür sind Fäulnisgase, die im Körper des toten Wals entstehen. Das Dänische Umwelministerium hatte bereits zuvor gewarnt, dass der Kadaver explodieren könne.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. 10:15 Uhr: Deutsches Meeresmuseum äußert sich zum Skelett von Buckelwal „Timmy“ Nach Angaben des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund habe es „nie den Plan gegeben“, dass das Skelett von Buckelwal „Timmy“ in das Deutsche Meeresmuseum kommt. „Das war eine Fake News“, sagte eine Sprecherin der Institution dem Tagesspiegel auf Anfrage. Allerdings sei es durchaus üblich, dass Skelette und Proben von Walen für die Wissenschaft in Sammlungen gesichert werden. „An Skeletten kann man etwa ablesen, aus welcher Region ein Tier stammt und wie es sich ernährt hat“, so die Sprecherin. Was nun konkret mit dem Skelett von „Timmy“ nach der Obduktion passieren könnte, erwähnte sie nicht.Es gab nie den Plan, dass das Skelett in das Deutsche Meeresmuseum kommt.Sprecherin des Deutschen MeeresmuseumsAuf einer Pressekonferenz im vergangenen April auf der Ostseeinsel Poel, als der Buckelwal noch in deutschen Gewässern gestrandet war, wurde Umweltminister Till Backhaus gefragt, was im Falle eines Todes von „Timmy“ mit dem Skelett passieren solle. Der SPD-Politiker betonte dabei mehrfach, dass man in Mecklenburg-Vorpommern auf das Skelett des Wals „nicht angewiesen“ sei, denn wer das Stralsunder Ozeaneum besuche, könne dort sogar „unter Walen liegen“. Das Ozeaneum ist einer von drei Museumsstandorten des Deutschen Meeresmuseums. Der Minister bezog sich dabei auf naturgetreue Modelle der Meeressäuger, die in der Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ im Stralsunder Ozeaneum von der Saaldecke hängen. Das Ozeaneum in Stralsund beherbergt Modelle von verschiedenen Walarten. © TMV 9:46 Uhr: DLRG bereitet nach Wal-Einsatz Badesaison vor Nach ihrem denkwürdigen Einsatz bei der Bergung des Buckelwals vor der Ostseeinsel Poel steht den beteiligten Rettungsschwimmern der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nun die Badesaison bevor. „Wir standen schon sehr im Fokus“, sagt Oliver Bartelt, der den Einsatz DLRG-seitig leitete und mittlerweile auf Usedom Wache hält.Würde ich jedes Mal wieder so tun.Olliver Bartelt, DLRG-EinsatzleiterMitglieder seines Teams würden immer noch auf den Einsatz angesprochen. „Viele von uns werden durch die zahlreichen Videoaufnahmen erkannt“, sagt der 35-jährige Ehrenamtliche der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben viele Zuschriften aus ganz Deutschland.“ Der Zuspruch überwiege. Negative Reaktionen habe es aber auch gegeben, etwa nachdem Bartelt angekündigt hatte, man werde nach rund zwei Wochen auf Poel den Einsatz abbrechen und nach Hause fahren. Hätte Bartelt die Zeit seiner Kollegen und Kolleginnen schon vor der Saison aufgebraucht, hätten sie ihm später am Strand gefehlt, erklärt er, oder für mögliche Katastrophenlagen, für die sein Team deutschlandweit bereitstehe. Oliver Bartelt von der DLRG Usedom Nord steht mit einem Fernglas am Strand des Ostseebades auf der Insel Usedom. © dpa/Stefan Sauer Auch zur Rettungsaktion der privaten Initiative und deren Ausgang äußerte sich Bartelt. Demnach sei es klar gewesen, dass der Wal danach nicht automatisch überlebt. „Aber wir wollten ihm die Chance geben. Und dabei haben wir unterstützt. Und das würde ich jedes Mal wieder so tun.“ Wal-Newsblog vom 20.5.2026 15:18 Uhr: Meeresbiologe äußert sich zum Wal-Geschlecht Der Wal-Experte Fabian Ritter wagt eine Prognose hinsichtlich der Geschlechtsbestimmung von dem vor der dänischen Küste gestrandeten und verendeten Buckelwal. Der Meeressäuger, von vielen „Timmy“ oder „Hope“ genannt, soll laut dem Meeresbiologen „eher eine Tina“ sein, wie er der „Bild“-Zeitung am Mittwoch berichtete. Der tote Buckelwal liegt seit Freitag vor der dänischen Insel Anholt. © dpa/MARCUS GOLEJEWSKI Demnach habe er Fotos von „Bild“-Reportern gesichtet, die vor Ort am Strand der Insel Anholt aufgenommen worden seien. Auf einem der Nahaufnahmen des auf dem Rücken liegenden Tieres will Ritter nun rechts und links neben der Geschlechtsöffnung „eine Milchdrüsenspalte“ entdeckt haben, in denen normalerweise die Zitzen von Wal-Weibchen verborgen liegen. Jene Spalten seien auf dem Bild „klar zu erkennen“, sagte der Experte der „Bild“-Zeitung. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben bislang nicht – auch weitere Experteneinschätzungen liegen aktuell nicht vor. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus hatte auf Pressekonferenzen im April mehrfach von einem „jungen Wal-Bullen“ berichtet. Da das vor der Ostseeinsel Poel gestrandete Tier seinerzeit auf dem Bauch lag, habe man genauere Geschlechtsbestimmungen damals allerdings nicht vornehmen können. Weil eher männliche, junge Bullen auf Wanderschaft gehen und sich dabei mitunter auch in die Ostsee verirren können, wurde zunächst vermutet, dass Buckelwal „Timmy“ ein jüngerer Wal-Bulle ist. 10:57 Uhr: Dänemark will Buckelwal doch obduzieren Die dänischen Behörden wollen den Kadaver von Buckelwal „Timmy“ nach eigenen Angaben aus dem flachen Wasser vor der Insel Anholt entfernen lassen. Das bestätigte Jane Hansen von der Dänischen Umweltschutzbehörde dem Tagesspiegel am Dienstagnachmittag auf Anfrage. Demnach liege das Tier aktuell an einem beliebten Strand. Man gehe aktuell davon aus, dass der Wal dort „mit hoher Wahrscheinlichkeit verbleiben wird und somit eine erhebliche Belästigung für Besucher und Anwohner darstellen würde“.Daher habe das Notfallteam des Umweltministeriums für gestrandete Meeressäuger beschlossen, den Buckelwal zu entfernen. Man arbeite auch an einer Lösung, um „eine Autopsie durchzuführen und so wertvolle wissenschaftliche Proben für Forschungszwecke zu gewinnen“, berichtete Hansen dem Tagesspiegel.Der gestrandete Buckelwal bei Anholt befindet sich derzeit an einem beliebten Strand.Jane Hansen, dänische UmweltschutzbehördeDie Arbeiten sollen demnach von dänischen Forschern und Tierärzten durchgeführt werden – allerdings in enger Abstimmung mit den deutschen Behörden und Forschungseinrichtungen. Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns, das mit Minister Till Backhaus, maßgeblich bei den ersten Rettungsmaßnahmen für Buckelwal „Timmy“ involviert war, sieht darin kein Problem. Wie ein Sprecher des Ministeriums dem Tagesspiegel auf Anfrage mitteilte, sei Wissenschaft international zu betrachten. „Wenn die Zerlegung des Wals wichtige Erkenntnisse bringt, werden wir das sicher erfahren“, sagte der Sprecher. Derzeit gebe es keine Pläne, einen Vertreter des Umweltministeriums nach Dänemark zu schicken, um der Obduktion beizuwohnen, hieß es weiter. „An unser Haus wurde kein Hilfeersuchen gesendet. Eine Teilnahme an der Aktion ist daher nicht geplant“, so der Sprecher.Abermals weist die Umweltbehörde darauf hin, dass man Besuchern vor Ort dringend dazu rate, einen Sicherheitsabstand zum Wal einzuhalten und sich ihm nicht zu nähern. „Es könnte ein Infektionsrisiko bestehen“, heißt es weiter. Vor zwei Tagen kursierten in den Medien Videoaufnahmen eines Mannes, der auf den Kadaver des Buckelwals kletterte, um dort für Fotos zu posieren.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. 08:30 Uhr: So hätte Merkel im Fall „Timmy“ gehandelt: Wal-Newsblog vom 19.5.2026 14:40 Uhr: Geldgeberin zeigt sich nach „Timmys“ Tod „traurig und sauer“ Die Geldgeberin der privaten Rettungsinitiative, Karin Walter-Mommert, bedauert offenbar den nunmehr gesicherten Tod von Buckelwal „Timmy“ vor der dänischen Insel Anholm. Der TV-Sender n-tv zitierte die Unterstützerin, die demnach „sehr traurig und auch sauer“ sei. „Ich würde aber immer wieder versuchen, ihn zu retten“, sagte die Unternehmerin n-tv zufolge. Sie ergänzte: „Allerdings würde ich dafür andere Partnerunternehmen wählen.“n-tv zufolge plane Walter-Mommert außerdem, einen Antrag an das dänische Königshaus zu stellen, um eine Genehmigung zu erhalten, die es erlaube, „den Wal in die offene See zu schleppen“. Als Begründung hieß es seitens des Privatsenders, dass der Buckelwal im offenen Meer ungestört von Schaulustigen seinen Frieden finden soll. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben allerdings bislang nicht. 10:34 Uhr: Trackerdaten sollen in Deutschland ausgewertet werden Nachdem der Kadaver von Buckelwal „Timmy“ vor der dänischen Insel Anholt entdeckt wurde und dort seit mindestens Freitag im seichten Gewässer verwest, hatten die dänischen Behörden angekündigt, den Körper des Tieres dort zu belassen. Als Begründung hieß es, dass der Kadaver weder eine Gefahr noch ein Hindernis für die Schifffahrt darstelle. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus merkte in einem Interview mit dem NDR außerdem an, dass er eine wissenschaftliche Untersuchung des Kadavers kaum noch für sinnvoll erachte. „Nach mindestens vier Tagen im Wasser ist der Verwesungszustand so stark, dass man die genaue Todesursache vermutlich nicht mehr herausfinden wird“, sagte er dem Norddeutschen Rundfunk.Bei dem Tier wurde allerdings ein Tracker gefunden, mit dem „Timmy“ noch vor seiner Freilassung ausgestattet wurde. Auf Anfrage des Tagesspiegels beim Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern sagte ein Sprecher: „Aktuell wird die Übergabe des Trackers vorbereitet, damit anschließend die Daten ausgewertet werden können.“ 09:04 Uhr: Pläne für „Timmy“-Denkmal noch nicht konkret Auf einer Pressekonferenz Ende April sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus, dass er sich vorstellen könne, ein Denkmal für den vor der Ostseeinsel Poel gestrandeten Buckelwal „Timmy“ errichten zu lassen. Nähere Angaben dazu ließ er allerdings offen.Wie ein Sprecher des Umweltministeriums dem Tagesspiegel nun auf Anfrage mitteilte, gebe es für ein derartiges Mahnmal noch „keine konkreten Pläne“, da die Gemeinde einbezogen werden müsse. Allerdings: „Dort gibt es noch kein einheitliches Bild“, so der Sprecher.Bereits zuvor kam das Thema im Landtag zur Sprache. Wie der „Nordkurier“ am 7. Mai berichtete, räumte der Innenminister Mecklenburg-Vorpommerns, Christian Pegel, auf Anfrage bei einer Sitzung ein, dass es „vor Ort“ Überlegungen gegeben habe, „ob man daraus ein Denkmal werden lassen könnte“. Demnach hätten sich verschiedene Beteiligte über die Frage ausgetauscht, ob man im Rahmen eines „Künstlerwettbewerbs“ eine Figur in Gestalt des Buckelwals erschaffen könnte, um sie als Denkmal im Hafen von Kirchdorf aufzustellen. Dies seien aber lediglich Ideen gewesen und „keine konkreten Planungen“, betonte Pegel. Wal-Newsblog vom 18.5.2026 15:40 Uhr: Reederei sieht Privatinitiative verantwortlich – und erwähnt Bergungsteam eines Drittanbieters In einem am 16. Mai veröffentlichten Informationsschreiben melden sich die Anwälte der Bereederungsgesellschaft zu Wort, deren Crews und Schiffe die private Initiative für die Rettungsaktion für den Buckelwal „Timmy“ gechartert hatte. Zuvor hatten Mitglieder dieser Initiative, so etwa die Geldgeberin Karin Walter-Mommert und vor allem die Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies massive Kritik an der Art und Weise von „Timmys“ Freilassung in der Nordsee geübt. Unabhängig überprüfen ließen sich die Aussagen beider Parteien nicht, da bislang keine Videoaufnahmen von der Freilassung veröffentlicht wurden. Es gilt die Unschuldsvermutung.Wie die Kanzlei „Cronemeyer Haisch“ nun mitteilte, führten die „unwahren Behauptungen“ bei der Mannschaft und Crew im Nachgang zu „einer massiven Belastung […] mit öffentlichen Anfeindungen, Drohungen und Hassbotschaften“. Auch von „Morddrohungen“ ist im Schreiben die Rede. Die Crew hatte keine Handhabe über die Geschehnisse auf der Barge.Informationsschreiben von „Cronemeyer Haisch“Bei der Reederei seien demnach die drei Schiffe „Fortuna B“, „Robin Hood“ sowie die „Arne Tiselius“ samt Besatzung gechartert worden. Die Kanzlei erwähnt allerdings ein weiteres Unternehmen, das durch die Initiative beauftragt worden sei und die Barge sowie entsprechendes Personal in Form eines „Bergungsteams“ zur Verfügung stellen sollte. „Die Freilassung des Wals stand einzig in der Verantwortung der Privatinitiative und wurde durch ein von ihr bei einem Drittunternehmen beauftragtes Bergungsteam nach Absprache umgesetzt“, heißt es in dem Schreiben. Mitarbeiter der Reederei seien demnach nicht auf der Barge gewesen.Zudem äußerte sich die Kanzlei zu den Vorgängen kurz vor der Freilassung von Buckelwal „Timmy“ in der Nordsee. Demnach habe es vor der Freilassung – entgegen der Behauptungen einiger Mitglieder der Privatinitiative – sehr wohl eine „tierärztliche Freigabe“ seitens einer Tierärztin gegeben. „Fakt ist, dass die Initiative selbst Frau Dr. Tönnies aktiv von weiteren Tätigkeiten am Wal zurückgerufen hatte“, betonte die Anwaltskanzlei und ergänzte, dass die Schiffcrew keinen Einblick darüber gehabt habe, welchen Mitgliedern der Initiative konkret welche Aufgaben übertragen worden seien. Es sei demnach nicht Aufgabe der Besatzung gewesen, „die Zuständigkeitskonflikte innerhalb der Initiative zu klären“. Im gleichen Zuge übte die Kanzlei massive Kritik am Verhalten von Tierärztin Tönnies an Bord, das als „extrem und besorgniserregend“ bezeichnet wurde. Auch diese Angaben lassen sich aktuell nicht unabhängig überprüfen, da Bild- und Videomaterialien der Vorgänge bislang nicht veröffentlicht wurden. Die Kanzlei „Cronemeyer Haisch“ schreibt dazu, dass in Berichterstattungen teilweise der Eindruck entstanden sei, „es sei verboten worden, auf dem Schiff zu filmen beziehungsweise zu fotografieren“. Den Anwälten zufolge habe kein Reederei-Mitarbeiter es den Mitgliedern der Privatinitiative untersagt, den Wal, die Freilassung oder die Umgebung bildlich festzuhalten. Man habe aufgrund von Persönlichkeitsrechten lediglich darum gebeten, keine Bildaufnahmen von der Besatzung zu machen. In einem Verband transportierten die beiden Schlepper „Foruna B“ und „Robin Hood“ die Barge samt Buckelwal am 30. April gen Nordsee. © dpa/Christoph Reichwein 13:45 Uhr: Schaulustiger posiert für Foto auf Wal-Kadaver Seit Freitag liegt der Kadaver des Buckelwals vor der dänischen Insel Anholt im seichten Wasser. Mittlerweile treffen immer mehr Schaulustige vor Ort ein, die sich im Wasser dem toten Walkörper nähern, um Fotos zu schießen und neben dem Meeressäuger zu posieren. Für Aufsehen sorgte dabei ein Vorfall vom Sonntag: In einem Video, das von der Videonachrichtenagentur News5 sowie von ntv veröffentlicht wurde, war ein Mann zu sehen, der auf den Kadaver des Wals kletterte und auf dem Wal posierte, während ein anderer, im Wasser stehender Mann Fotos davon schoss. Auf den Vorfall angesprochen, sagte der Mann: „Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich die Gelegenheit, auf einen Wal zu klettern. Er ist ein totes Tier. Ist er heilig? Nein!“Die örtlichen Behörden warnen indes davor, sich dem Kadaver zu nähern. Die zuständige Abteilungsleiterin der dänischen Umweltschutzbehörde, Jane Hansen, sagte dem Tagesspiegel auf Anfrage, dass man „neugierige Zuschauer dazu ermahnt, einen ausreichenden Sicherheitsabstand einzuhalten und sich dem Wal nicht zu nähern“. Bereits im Vorfeld hatten Experten vor Explosionsgefahr durch im Körper entstehende Verwesungsgase sowie vor dem Risiko von Krankheitsübertragungen gewarnt. Am 17. Mai 2026 steht die Tierärztin Anne Herrschaft in Anholt am Ufer unweit vom toten Buckelwals. © dpa/MARCUS GOLEJEWSKI 09:02 Uhr: Wird die Todesursache jemals geklärt werden? Die Umweltbehörde in Dänemark gab bereits am Freitag bekannt, dass es keine konkreten Pläne gäbe, um den Kadaver von Buckelwal „Timmy“ hinsichtlich einer möglichen Todesursache genauer zu untersuchen. Auch auf Anfrage des Tagesspiegels hieß es am Freitag, dass man die Situation vor Ort zwar beobachte. Hinsichtlich einer Bergung werde man derzeit „jedoch keine weiteren Maßnahmen ergreifen“, wie die zuständige Abteilungsleiterin der dänischen Umweltschutzbehörde, Jane Hansen, berichtete. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus merkte in einem Interview mit dem NDR außerdem an, dass er eine wissenschaftliche Untersuchung des Kadavers kaum noch für sinnvoll erachte. „Nach mindestens vier Tagen im Wasser ist der Verwesungszustand so stark, dass man die genaue Todesursache vermutlich nicht mehr herausfinden wird“, sagte er dem Norddeutschen Rundfunk.Ein Sprecher von Backhaus’ Ministerium bestätigte unter Berufung auf die dänischen Behörden, dass das Tier aktuell im dänischen Gebiet liege und man entsprechend davon ausgehe, dass es dort nun auch liegenbliebe. Man nehme zudem an, dass der Wal schon mindestens eine Woche tot sei, wahrscheinlich länger, hieß es vom Ministerium. Der Verwesungszustand würde nicht nur einen möglichen Transport, sondern auch eine Untersuchung erschweren.Das Umweltministerium bemühe sich aber, den am Wal gefundenen Sender zu bekommen und die Daten auszuwerten. Möglicherweise könne man so Erkenntnisse dazu erhalten, wie lange das Tier noch lebte und wo es sich aufgehalten habe. Der Sender befinde sich aktuell noch bei der dänischen Umweltbehörde, so der Sprecher. Der tote Wal vor der dänischen Insel Anholt. © picture alliance/dpa/Jonas Walzberg Wal-Newsblog vom 17.5.2026 09.27 Uhr: Was geschah nach „Timmys“ Freilassung? Es gibt weiterhin keine Gewissheit, wann und woran der Wal starb. Die private Rettungsinitiative hatte angegeben, am 10. Mai das letzte Lebenszeichen von „Timmy“ erhalten zu haben, nachdem der Wal am 2. Mai freigelassen worden war. Doch Standortdaten übermittelte die Initiative nicht – anders als es mit dem Schweriner Umweltministerium abgesprochen war. Vitaldaten standen gar nicht zur Verfügung. Am Donnerstag, dem 14. Mai, war das Tier tot vor der dänischen Insel Anholt entdeckt worden. Der dänischen Umweltschutzbehörde zufolge war es da „wahrscheinlich schon eine Weile tot“. Freigelassen worden war „Timmy“ im Skagerrak vor Dänemarks Nordspitze – etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt. Von dort aus hatte er die Möglichkeit, weiter Richtung Atlantik zu schwimmen, wo Buckelwale ihren natürlichen Lebensraum haben. Der Fundort Anholt wiederum liegt im Kattegat – zwischen Nord- und Ostsee. Von Skagen bis nach Anholt sind es rund 130 Kilometer Luftlinie. Schwamm „Timmy“ also erneut Richtung Ostsee, bevor er starb? Der „Spiegel“ deutet die Angaben der Initiative zum letzten Lebenszeichen und den Fundort so, dass der Wal vermutlich am 10. oder 11. Mai im Kattegat starb, bevor er schließlich in Anholt angespült wurde. Die Gewissheit, dass es sich um „Timmy“ handelt, brachte der Sender, den die private Rettungsinitiative an ihm angebracht hatte. Die Seriennummer stimmte überein. Experten von Tierschutzorganisationen sowie dem Deutschen Meeresmuseum hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals ohnehin übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt und dringend von der Aktion abgeraten. Mutmaßlich habe sich das Tier mehrfach stranden lassen, um in Ruhe sterben zu können, hieß es von ihnen. Thilo Maack von Greenpeace sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Mit diesem Todfund findet jetzt diese zum Teil absurde Geschichte ein Ende. Die Lehre, die daraus gezogen werden kann, ist, dass es wirklich Sinn macht, auf die Wissenschaft zu hören und von dem Einzelschicksal des bemitleidenswerten Tieres Aufmerksamkeit auf ein größeres Problem zu lenken“ – nämlich den unzähligen Walen und Delfinen, die qualvoll als Beifang in Fischereinetzen verenden. 09.20 Uhr: Dänische Naturschutzbehörde: Möwen essen sich satt am toten Tier Die dänische Naturschutzbehörde teilte mit, es gebe momentan keine Pläne, den Wal-Kadaver zu entfernen. Da er weit vom Strand entfernt liege, störe er niemanden, hieß es. Und dass sich derzeit mehrere Dutzend Möwen an dem toten Tier sattäßen. An den weitläufigen Küsten Dänemarks kommt es immer wieder mal vor, dass Wale stranden. Das Land betrachtet Walstrandungen als natürlichen Teil des Gangs der Natur. (mit Agenturen)