PfadnavigationHomePanoramaObduktion geplantWeil er Badegäste stört – Dänemark will toten Buckelwal nun doch bergenStand: 03:23 UhrLesedauer: 2 MinutenGestrandeter KadaverQuelle: Jonas Walzberg/dpaVor der Insel Anholt liegt der tote Buckelwal „Timmy“ weiter im flachen Wasser. Dänische Behörden planen nun die Bergung des Kadavers. Eine Obduktion soll wertvolle Proben liefern.Die dänischen Behörden wollen den Kadaver des als „Timmy“ bekannten Buckelwals vor der Insel Anholt entfernen und eine Obduktion ermöglichen. Das Tier liege an einem gut besuchten Strand im flachen Wasser und werde dort Badegäste und Einheimische voraussichtlich stark stören, hieß es von der dänischen Umweltbehörde zur Begründung. Deshalb solle der Wal geborgen werden.„Derzeit wird an einer Lösung gearbeitet, die es gleichzeitig ermöglicht, eine Obduktion durchzuführen und wertvolle wissenschaftliche Proben für Forschungszwecke zu sichern“, so Jane Hansen von der Umweltbehörde.Lesen Sie auchDie Bergung des Wals, die Obduktion und die Probeentnahme übernehmen den Angaben zufolge dänische Forscher und Tierärzte. „Die dänischen Behörden sind zugleich in engem Austausch mit den deutschen Behörden über die Situation, und es findet eine laufende Abstimmung zwischen dänischen und deutschen Forschungseinrichtungen statt“, sagte Hansen laut einer Mitteilung.Abtransport des Kadavers wohl kommende WocheEin Sprecher des Umweltministeriums in Mecklenburg-Vorpommern bestätigte auf Nachfrage den von den Dänen geplanten Abtransport des Walkadavers. Die Aktion sei voraussichtlich für die kommende Woche geplant.Lesen Sie auchZunächst hatte die dänische Umweltbehörde erklärt, den Kadaver nicht bergen und näher untersuchen zu wollen. Das wurde unter anderem vom Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern bestätigt.Lesen Sie auchDie dänische Umweltbehörde forderte Bürger auf, sich dem Wal weiterhin nicht zu nähern, da Ansteckungsgefahr bestehen könne. Das mehrfach an Ostseeküsten gestrandete, geschwächte Tier war vor mehr als zwei Wochen von einer privaten Initiative zur Nordsee transportiert worden, wurde dann aber tot vor der Insel Anholt angeschwemmt.dpa/jmr