Doppelausstellung in Hamburg: Wenn Farben fast die Augen sprengen
Mit Edvard Munch und Maria Lassnig bringt die Hamburger Kunsthalle zwei Nicht-Zeitgenossen zusammen. Sie eint die Bearbeitung des Augen-Blicks.
Zugewandt: „Ehepaar“ von Maria Lassnig, 2001
Maria Lassnig Stiftung/VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Edvard Munch ist seit Langem ein anerkannter Maler, da reißt im Herbst 1930 die Netzhaut seines rechten Auges ein, Blut dringt in den Glaskörper. Munch, dessen linkes Auge bereits 1904 infolge einer Prügelei erheblich an Sehkraft verloren hat, muss befürchten, dauerhaft zu erblinden. Und das, wo er sich doch zeitlebens mehr als sicher war, jederzeit schwer zu erkranken, überhaupt früh zu versterben, hatte er doch als Fünfjähriger seine Mutter verloren und mit 14 seine ihm so wichtige Schwester Sophie.








