Seit Montag müssen Pendler auf den U-Bahnlinien U3 und U6 zwischen Sendlinger Tor und Implerstraße auf Ersatzbusse umsteigen, nun justiert die Münchner Verkehrsgesellschaft nochmal beim Schienenersatzverkehr (SEV) nach. Denn ganz reibungslos ist der Start nicht verlaufen – und die Arbeiten im Untergrund werden sich dort noch mehr als ein Jahr hinziehen. Offiziell dauern sie bis August 2027, aktuell läuft bis zum 18. September die erste Bauphase, in der die Fahrgäste den SEV angewiesen sind.Zwei Linien stehen zur Verfügung: Der SEV-Bus U6 fährt die Haltestellen Impler- und Poccistraße sowie Goetheplatz und Sendlinger Tor an. Der Bus X6 verkehrt zwischen Implerstraße und Hauptbahnhof Süd über die Poccistraße und den Goetheplatz. Doch obwohl die MVG Personal an den SEV-Haltestellen einsetzt, um die Ströme zu lenken, steigen Fahrgäste in die falschen Busse, beklagen sich über Gedränge an den Haltestellen und über Busse, die im Stau stehen.Die MVG will nun Abhilfe schaffen. Der Bus X6 bekommt am U-Bahnhof Implerstraße an der Oberfläche eine eigene Haltestelle in der Oberländerstraße. Dort wird eine Einbahnregelung für den ÖPNV aufgehoben, um die Durchfahrt zu ermöglichen. Damit sollen sich die Fahrgastströme beim Umstieg von der U3/U6 zu den Buslinien U6/X6 entzerren. Die Fahrzeuge sollen dann gleichmäßiger ausgelastet und die Orientierung leichter sein als bisher.Zudem soll eine Asphaltierung auf der Fläche vor der Bushaltestelle des Ersatzbusses U6 an der Implerstraße mehr Platz schaffen und den Fahrgästen den Einstieg erleichtern. Auch die Ankunftszeiten der U-Bahnen sollen neu getaktet werden, sodass sich die Fahrgastströme an der Implerstraße besser verteilen. Voraussichtlich am Dienstag werde der Fahrplan entsprechend angepasst, so ein MVG-Sprecher.Am Sendlinger Tor werde der Ausstieg des Ersatzbusses U6 voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche in die Sonnenstraße am Sendlinger-Tor-Platz verlegt. So soll der Verkehr in die Blumenstraße und den Oberanger besser abfließen und die Staugefahr reduziert werden. Zusätzlich prüft die Stadt, ob die Steuerung der Ampelanlage optimiert werden kann, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Zusätzliches Personal soll sowohl an der Implerstraße als auch am Sendlinger Tor die Fahrgäste bei Bedarf dabei unterstützen, den richtigen Weg zu finden.Doch warum hat die Stadt während dieser langen Sperrung keine Busspur auf der Lindwurmstraße eingerichtet? Das würde den Bus auf den rund 800 Metern zwischen Ruppertstraße und Goetheplatz ziemlich beschleunigen. Diese Idee war auch schon bei den vergangenen Sperrungen der U-Bahn wiederholt aufgekommen. Doch laut MVG ist die rechte Fahrspur nicht breit genug für eine Busspur, dieser Bereich sei aber auch nicht besonders stauanfällig. Wichtiger sei die genannte Lösung am Sendlinger Tor, um den Rückstau zu reduzieren.Dass die Bahnhöfe komplett gesperrt werden mussten und die Züge nicht einfach durchfahren können, liegt auch an den engen Verhältnissen im Untergrund und dem Umfang der Arbeiten. So arbeiten die Stadtwerke an der Poccistraße etwa an den Decken, an den Wänden und am Tragwerk. Dazu würden nicht nur die Bahnsteige komplett benötigt, auch die Gleise seien durch Arbeitsgerät und Gerüste belegt, teilt die MVG auf ihrer Homepage mit. Während der Schadstoffsanierung dürften zudem aus Sicherheitsgründen keine Fahrgäste in den U-Bahnhof.
München: Sperrung bei U3 und U6 - MVG bessert beim Ersatzverkehr nach, das ändert sich
Nach anfänglichen Problemen sollen Haltestellen der Ersatzbusse an Goetheplatz und Poccistraße verlegt und der U-Bahn-Takt angepasst werden.






