Nato-Generalsekretär Mark Rutte begrüßt die Entsendung weiterer 5000 US-Soldaten nach Polen – mahnt aber zur Nüchternheit: Der Schritt dürfe nicht als Trendwende missverstanden werden.»Selbstverständlich begrüße ich die Ankündigung sehr«, sagte Rutte bei einem Treffen der Außenminister der Bündnisstaaten in der schwedischen Hafenstadt Helsingborg. Man müsse sich aber im Klaren darüber sein, dass der zuletzt eingeschlagene Kurs fortgesetzt werden müsse. Dieser habe zum Ziel, die Abhängigkeit von den USA zu verringern, sodass diese sich stärker anderen Prioritäten zuwenden könnten.
»Was Sie in der kommenden Zeit sehen werden, ist ein schrittweiser Prozess, in dem die Europäer mehr Verantwortung übernehmen, was wirklich wichtig ist«, sagte Rutte auf die Frage eines Reporters. Und innerhalb dieses Prozesses werde es auch immer Entscheidungen und Ankündigungen geben, die Teil dieses längerfristigen Kurses seien.Die Entscheidung, zusätzlich 5000 US-Soldaten nach Polen zu entsenden, hatte Trump mit seinem guten Verhältnis zum polnischen rechtskonservativen Präsidenten Karol Nawrocki begründet. Nawrocki hatte Mitte 2025 die Stichwahl um das Präsidentenamt gewonnen und Trump im Herbst darauf im Oval Office besucht. Die beiden Politiker hatten dabei ihre Sympathie füreinander deutlich gemacht.












