PfadnavigationHomeRegionalesBaden-WürttembergWarum das DFB-Pokalfinale zur spannenden WM-Bühne wirdStand: 06:14 UhrLesedauer: 3 MinutenNummer eins bei der WM, Zuschauer beim Pokalfinale? Bei Manuel Neuer (r), hier bei seiner Auswechslung gegen Köln, zwickt weiter die Wade. (Archivbild) Quelle: Tom Weller/dpaGleich elf Akteure im deutschen WM-Kader stehen sich im Pokalfinale gegenüber. Das sorgt für einen zusätzlichen Reiz zwischen Bayern und Stuttgart. Ein großes Fragezeichen gibt es auch.Es geht um den DFB-Pokal. Aber das Berliner Olympiastadion wird beim großen Finale am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) auch zu einer großen WM-Schaubühne. Und das vor den Augen des Bundestrainers. Denn Julian Nagelsmann hat insgesamt elf Fußballer vom deutschen Meister FC Bayern und vom Titelverteidiger VfB Stuttgart in seinen 26-köpfigen WM-Kader berufen.Die sieben Münchner Manuel Neuer, Jonathan Tah, Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic, Leon Goretzka, Jamal Musiala und Lennart Karl sowie die vier VfB-Profis Alexander Nübel, Angelo Stiller, Jamie Leweling und Deniz Undav sind in Berlin erbitterte Gegner - und erst von Mittwoch an in der Vorbereitung in Herzogenaurach und danach in Kanada, Mexiko und den USA Teamkollegen. Wer zeigt sich in Turnierform? Auf wen gilt es zu achten?Neuer kontra Nübel? Oder steht am Ende Urbig im Bayern-Tor?Die spannendste Personalie ist natürlich Manuel Neuer. Alle Augen werden im Olympiastadion auf den 40 Jahre alten Bayern-Kapitän gerichtet sein, der zwei Jahre nach seinem Rücktritt aus dem DFB-Team plötzlich doch wieder als Nummer eins sein fünftes WM-Turnier seit 2010 bestreiten soll.Wobei die Frage lautet: Lässt Neuers zwickende linke Wade einen Einsatz in Berlin überhaupt zu? Trainieren konnte der Weltmeister von 2014 in dieser Woche nicht. Und die Wahrscheinlichkeit ist damit gewachsen, dass Trainer Vincent Kompany auf Nummer sicher geht und Neuers Kronprinz Jonas Urbig sich im Endspiel mit dem Noch-Stuttgarter Nübel messen darf. Es wäre auch ein WM-Duell, weil Nagelsmann den 22-jährigen Urbig neben Neuer, Oliver Baumann und Nübel als Trainingstorwart mit nach Amerika nimmt.Zeigen es Mittelstädt und Führich mit Wut im Bauch Nagelsmann?Bei der Vergabe der 26 WM-Tickets gingen auch einige Pokalfinalisten leer aus. Das VfB-Duo Maximilian Mittelstädt und Chris Führich bezeichnete Nagelsmann dabei als «absolute Härtefälle». Im Vereinstrikot präsentierten sich beide im Saisonendspurt formstark. Wie verabschieden sie sich nun in den Urlaub? Mit Wut im Bauch - und im Olympiastadion als strahlende Pokalsieger?Bayern-Jungstar Tom Bischof hoffte ebenfalls vergeblich auf einen positiven Anruf von Nagelsmann. Der 20-Jährige war auch «supernah dran», wie der Bundestrainer sagte, wurde aber dann doch vertröstet: «Er wird noch Turniere spielen.» Bischof kennt die Übermacht der Konkurrenz auch im Verein.Platzt der Musiala-Knoten?Die größten Münchner Offensiv-Trümpfe im Streben nach dem Double sind die WM-Teilnehmer Harry Kane (England), Michael Olise (Frankreich) und Luis Díaz (Kolumbien). Oder spielt im Pokalfinale Jamal Musiala ganz groß auf?Auf den Urknall bei Musiala nach dem Beinbruch bei der Club-WM 2025 warten sie in München weiter sehnsüchtig. Für Nagelsmann ist der 23-Jährige trotzdem ein Fixpunkt für die deutsche WM-Mission in Amerika.«Jamal ist immer besser in Fahrt gekommen und wird immer mehr zu dem Spieler, der er vor der schweren Verletzung war», sagte Nagelsmann: «Aber selbst wenn der Jamal nur bei 95 Prozent wäre, wäre er immer noch einer der außergewöhnlichsten Spieler, die dieser Planet hat.»Stiller kontra Pavlovic: Wer ist der bessere «tiefe Sechser»?Aleksandar Pavlovic (22) und Angelo Stiller (25) sind beide in München geboren. Letzterer musste lange um seinen Platz im WM-Kader bangen, obwohl er im Stuttgarter Spiel der Dreh- und Angelpunkt ist. Der drei Jahre jüngere Pavlovic hat sich im Münchner Starensemble im Mittelfeld neben Joshua Kimmich auf höchsten Niveau etabliert und sogar Nationalelf-Kollege Leon Goretzka verdrängt. Pavlovic oder Stiller, der Zweikampf könnte beim DFB weitergehen. «Es sind die beiden stabilsten tiefen Sechser, die wir in der Bundesliga haben», sagte Nagelsmann bei der Nominierung über sie.dpa-infocom GmbH