PfadnavigationHomePanoramaUnglück in Görlitz„Die Vermisstensuche ist jetzt beendet“ – Retter bergen dritte Leiche aus eingestürztem HausStand: 20:27 UhrLesedauer: 3 MinutenEinsatzkräfte der Feuerwehr entfernen Schutt aus dem eingestürzten Haus Quelle: Paul Glaser/dpaIn der sächsischen Stadt Görlitz ist nach dem Einsturz eines Wohnhauses in den Trümmern eine dritte Leiche gefunden worden. Es handelt sich um einen Mann, teilte die Polizei mit.Nach dem Einsturz eines Wohnhauses in der sächsischen Stadt Görlitz ist in den Trümmern eine dritte Leiche gefunden worden. Es handle sich um einen Mann – mit hoher Wahrscheinlichkeit um den vermissten 48-Jährigen, sagte ein Polizeisprecher. Der Tote werde nun in der Rechtsmedizin untersucht. „Die Vermisstensuche ist jetzt beendet“, sagte der Sprecher.Zuvor hatten die Einsatzkräfte in der Nacht zu Donnerstag die Leiche einer vermissten 25 Jahre alten rumänischen Touristin geborgen. Wenige Stunden später fanden sie auch eine 26-Jährige. Die Leiche wurde demnach im vorderen Teil des eingestürzten Hauses geborgen. „Der Notarzt konnte nur noch den Tod der beiden Frauen feststellen“, sagt Polizeisprecher Stefan Heiduck. Die Leichname wurden für weitere Untersuchungen in die Rechtsmedizin gebracht. Ergebnisse werden erst in den kommenden Tagen erwartet.Um die Angehörigen zu betreuen, waren Notfallseelsorger sowie ein rumänischer Pfarrer aus Dresden und ein rumänisch-ukrainischer Pfarrer aus Zittau vor Ort. Einer der Angehörigen war ein Mann, dessen Verlobte und dessen Cousine in dem Haus waren, als es einstürzte. Die drei wollten in Görlitz Urlaub machen. Das Unglück geschah, als er beim Einkaufen war, wie er erzählte.Am Nachmittag waren noch etwa 50 Kräfte des THW im Einsatz. Beim Bergen helfen Radlader, Bagger, Kräne und auch ein Saugbagger, der kleine Trümmerteile und Staub entfernen kann. Zudem sind Spürhunde auf dem Trümmerberg. Das Haus, in dem sich laut Polizei Miet- und Ferienwohnungen befanden, war am Montagabend eingestürzt. Daraufhin wurden zunächst fünf Menschen vermisst. Bei zwei von ihnen war der Aufenthalt bereits nach wenigen Stunden geklärt – die beiden Feriengäste befanden sich noch auf der Anreise.Zu Beginn des dritten Tages nach dem Einsturz hatten die Rettungskräfte noch Hoffnung, die Vermissten lebend zu finden. Im Laufe des Donnerstags aber lief ihnen die Zeit davon. „Die sogenannte ‚goldene Rettungszeit‘ liegt meist in den ersten 24 bis 72 Stunden – in diesem Zeitraum sind die Überlebenschancen am höchsten“, erklärte Andrea Wirth vom THW-Landesverband Sachsen, Thüringen. Die 72 Stunden waren am späten Donnerstagnachmittag abgelaufen.„Es sieht nach einer Gasexplosion aus“Die genaue Ursache des Unglücks in der Stadt im Osten Sachsens steht nach wie vor nicht fest. „Aber es sieht nach einer Gasexplosion aus“, sagte der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU). Wenige Stunden nach dem Zusammensturz des Gründerzeithauses wurde nach Polizeiangaben ein Gasleck gefunden.Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands. Sie liegt in der sächsischen Oberlausitz direkt an der Neiße und hat 57.000 Einwohner. Seit 1998 bildet Görlitz zusammen mit der östlich gelegenen polnischen Nachbarstadt Zgorzelec eine grenzüberschreitende Europastadt. Wegen der historischen unzerstörten Altstadtkulisse ist die Stadt ein gefragter Drehort für internationale Filmproduktionen.Das eingestürzte Gründerzeithaus stand in der James-von-Moltke-Straße in der Nähe des Görlitzer Bahnhofs. Der Bereich um das Haus wurde nach dem Einsturz weiträumig evakuiert und abgesperrt.dpa/jho
Unglück in Görlitz: „Die Vermisstensuche ist jetzt beendet“ – Retter bergen dritte Leiche aus eingestürztem Haus - WELT
In der sächsischen Stadt Görlitz ist nach dem Einsturz eines Wohnhauses in den Trümmern eine dritte Leiche gefunden worden. Es handelt sich um einen Mann, teilte die Polizei mit.













