Russisch-belarussisches Manöver: „Krieg der Nerven“

Erstmals haben Russland und Belarus eine gemeinsame Nuklearübung durchgeführt. Offiziell zu „Vorbereitung und Einsatz von Atomstreitkräften im Fall einer Aggression“.

Ein Militär-Lkw verlässt ein Depot während Übungen der Nuklearstreitkräfte an einem nicht näher bezeichneten Ort in Belarus, 21. Mai 2026

Russian Defence Ministry/reuters

Parallel zum Besuch von Kremlchef Wladimir Putin in Peking hat Russland diesen Dienstag ein dreitägiges Großmanöver mit Zehntausenden Soldaten und Übungen seiner Nuklearkräfte begonnen. Beteiligt waren dreizehn U-Boote der russischen Marine, mehr als siebzig Kriegsschiffe, Hunderte strategischer Raketenkomplexe und 64.000 Soldaten. Was einem unbeteiligten Beobachter wie der Beginn eines schrecklichen Szenarios der Geschichte erscheinen könnte, waren in Wirklichkeit die umfangreichsten Militärübungen Russlands und Belarus' zur Anwendung von Atomwaffen seit dem Ende der Sowjetzeit.