Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg hat den Bau eines weiteren LNG-Terminals in Wilhelmshaven fürs Erste gestoppt. Der entsprechende Bebauungsplan in einem Vogelschutzgebiet sei vorläufig außer Vollzug gesetzt worden, teilte das OVG mit. Umweltschützer begrüßten die Entscheidung.Die Stadt wollte planungsrechtliche Voraussetzungen für einen »grünen Energiepark« auf einer Fläche nördlich des JadeWeserPorts schaffen, auf dem sich ein Vogelschutzgebiet mit europäischem Rang befindet. Die Stadt habe nicht ausreichend sichergestellt, dass Ausgleichsmaßnahmen für den Naturschutz zeitlich parallel zu den Baumaßnahmen im Vogelschutzgebiet verwirklicht werden, teilte das Gericht mit.Auf einer Fläche von 154 Hektar sollen nach den Plänen der Stadt Wilhelmshaven fossiles Flüssigerdgas (LNG) und für eine Übergangszeit auch klimaneutrale Energieträger angelandet werden, etwa mit Solarenergie erzeugtes Methan. Diese sollen dann in Wasserstoff umgewandelt, zur Stromerzeugung genutzt oder in das europäische Gasnetz eingespeist werden. Laut OVG prognostiziert die Stadt eine Jahreskapazität von 200 Terrawattstunden Wasserstoff, was einen erheblichen Teil des für Mitte der 2040er-Jahre prognostizierten Bedarfs decken würde.