Die ARD verlegt ihre „Sommerinterviews“ in diesem Jahr ins Fernsehstudio des ARD-Hauptstadtstudios. Nach 16 Jahren auf der Terrasse am Spreeufer sollen die Gespräche mit Spitzenpolitikern künftig in einer Studiokulisse stattfinden, wie die ARD mitteilte. Im vergangenen Jahr hatte es bei Interviews mit AfD-Chefin Alice Weidel und CSU-Chef Markus Söder Störaktionen gegeben.„Wir wollen uns klar auf Inhalte konzentrieren, auf den größtmöglichen Erkenntnisgewinn – weniger auf Ort und Umstände“, erklärte Hauptstadtstudio-Leiter Markus Preiß laut Mitteilung. Den Auftakt soll am 5. Juli ein Gespräch mit Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) machen. Die Interviews laufen sonntags um 18.00 Uhr im Ersten auf dem Sendeplatz des „Bericht aus Berlin“.Im vergangenen Sommer war es bei einem live im Internet übertragenen Interview mit Weidel zu einer lautstarken Protestaktion gekommen, die in der Übertragung deutlich zu hören war. Wenige Wochen später kam es auch beim Interview mit Söder zu einem Polizeieinsatz im Berliner Regierungsviertel. Störaktion gegen Söder Laut Polizei hatten 20 bis 30 Menschen versucht, beim Gespräch mit dem CSU-Parteichef Markus Söder auf der Freifläche eines Bundestagsgebäudes zu demonstrieren.Für die diesjährigen „Sommerinterviews“ sind unter anderem Gespräche mit Grünen-Chefin Franziska Brantner, AfD-Chef Tino Chrupalla, CSU-Chef Markus Söder und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geplant. Moderiert werden die Sendungen von Markus Preiß sowie dessen Stellvertretern Matthias Deiß und Anna Engelke. (dpa)