Die frühere deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einer Buchpräsentation auf den Kampf der Frauenbewegung in Iran aufmerksam gemacht. Im Berliner Ensemble mahnte die 71-Jährige, dass das Engagement der Iranerinnen im Schatten des Irankriegs nicht vergessen werden dürfe. Die CDU-Politikerin stellte das Buch »Auf den Straßen Teherans« vor, das eine iranische Autorin anonym unter dem Namen Nila veröffentlicht hat.»Sehen wir heute Abend gemeinsam hin, damit die Frauen und Mädchen, denen Nila mit ihrem Buch eine Stimme gibt, ihre Sehnsucht nach Freiheit und Menschenwürde, ihr Widerstand gegen Unfreiheit und Unterdrückung nicht vergessen werden«, sagte Merkel. »Damit sie spüren, dass sie nicht allein sind.«Merkel sagte, sie habe bei der Anfrage für den Termin zunächst gezögert, da sie keine aktive Politikerin mehr ist. »Weder habe ich operative Aufgaben noch operative Möglichkeiten, die auf die Entwicklung im Iran und zum Wohle der Menschen in irgendeiner Weise Einfluss nehmen können«, erklärte sie. Dann habe sie das Buch gelesen, »in einem Zug«, wie sie sagte. Es habe sie gefesselt und berührt. Schließlich habe sie sich entschieden, ihre Rolle als Altkanzlerin zu nutzen, um Aufmerksamkeit auf den Kampf iranischer Frauen zu lenken.
»Auf den Straßen Teherans«: Merkel bewirbt Buch über iranische Frauenbewegung
Unter dem Irankrieg sind die Schicksale unterdrückter Frauen im Land ins Abseits geraten. Altkanzlerin Merkel setzt sich nun für verfolgte Iranerinnen ein. Ausschlag gab ein Buch, das sie »in einem Zug« gelesen habe.






