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Außerdem in dieser Ausgabe

Als Jugendliche fand ich Yoga langweilig und komisch, weil ich damit vor allem eins verband: atmen. Mein Onkel in Indien saß im Schneidersitz und stieß seinen Atem aus der Nase wie den Rhythmus eines Marsches. Sein Bauch zuckte mit jedem Stoß ruckartig nach innen, um sich dann wie ein Blasebalg wieder zu füllen. Mein Vater saß morgens im Unterhemd in seinem Arbeitszimmer und tat das Gleiche.Ich war nicht daran interessiert, bis ich Jahre später über Körperhaltungen – Asanas – zu Yoga fand. Dabei lernte ich, mich mit dem sanften Rauschen der Ujjayi-Atmung (mehr dazu weiter unten) zu bewegen. Das Rauschen wanderte unbemerkt in meinen Alltag. Eine Freundin sagte: »Du atmest manchmal wie das Meer.«

Ich ließ das Meer rauschen, während ich schrieb, auf dem Sofa lag oder kochte. Es beruhigte mich. Ich beruhigte mich damit. Und aus dem Meeresrauschen wurde mit der Zeit ein sanfter, fast unhörbarer Atemfluss.Yoga hat langsam verändert, wie ich atme. Meine wichtigste Erkenntnis: Tief atmen geht anders, als ich dachte.