Deutschland hat den ersten Sieg bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz verpasst. Nach drei Niederlagen zum Start in die Gruppenphase unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis am Mittwochabend in Zürich trotz einer Leistungssteigerung Olympiasieger und Titelverteidiger USA nach Penaltyschießen mit 3:4 (1:1, 2:1, 0:1), hat aber die Minimalchance auf den Einzug in die K.-o.-Runde gewahrt. Voraussetzung sind Siege in den verbleibenden Hauptrundenspielen gegen Ungarn, Österreich und Großbritannien. „Die Niederlage fühlt sich nicht richtig an“, sagte Stürmer Marc Michaelis bei Magentasport. „Aber die Mannschaft glaubt an sich.“Eishockey-WM:Deutsches Drei-Minuten-DesasterDas deprimierende 1:6 gegen WM-Gastgeber Schweiz verstärkt den Negativtrend des deutschen Eishockey-Teams. Nur ein Sieg gegen Weltmeister USA erhält die Option aufs Viertelfinale.Schützenhilfe hatte am Nachmittag Gastgeber Schweiz geleistet, der die mit neun Punkten gestarteten Österreicher mit 9:0 vom Eis geschnippt hatte wie einen Fussel vom Hemd. Die Aufgabe für die deutsche Mannschaft erschien dennoch gewaltig. In den 16 WM-Duellen zuvor mit den USA hatte es nur vier deutsche Siege gegeben, zuletzt 2023 (4:3 n.V.) auf dem Weg zu Silber. Auch die Amerikaner waren zwar schlecht ins Turnier gestartet, mit Niederlagen gegen die Schweiz und Finnland und nur einem Sieg gegen Großbritannien. Aber im US-Kader tummeln sich trotzdem 20 NHL-Profis. Und am Mittwoch stand auch noch erstmals Matthew Tkachuk auf dem Eis, zweimaliger Stanley-Cup-Champion und einer der Olympiasieger von Mailand.Der 28-Jährige ist soeben zum ersten Mal Vater geworden und war deshalb verspätet in Zürich angereist. Dass Tkachuk, der Trashtalk-König mit dem klingenden Namen – sprich: Ka-tschak – durch die Geburt seines ersten Kindes feinfühliger geworden wäre, war allerdings nicht zu erwarten.Den besseren Start erwischte die deutsche Mannschaft. Nach 60 Sekunden traf Kapitän Moritz Seider zur ersten Führung für das DEB-Team in diesem Turnier. Aber dann: Fehler, Ausgleich USA (15.). Und die Frage: Würde das deutsche Team wieder zerfallen wie beim 1:6 gegen die Schweiz? Zuerst zerfiel die Kamera in Philipp Grubauers Tor, Zeit also, sich zu sammeln. Und gleich danach das erste Powerplay zu spielen, bislang nicht die Paradedisziplin der Deutschen: neun Situationen, null Tore. Auch die zehnte brachte keinen Ertrag.Und plötzlich, ohne dass den Amerikanern bis dahin viel gelungen wäre, lag Deutschland zurück (26.). Schlimmer noch: Der vermeintliche schnelle Ausgleich durch Kai Wissmann (27.) zählte nicht. Abseits. Aber der nächste Treffer zählte: Frederik Tiffels schenkte sich zum 31. Geburtstag das 2:2 (30.) und machte damit seinen Fehler vor dem 1:1 wieder wett. Besser noch: Michaelis brachte das DEB-Team wieder in Führung (33.).Das US-Team forcierte das physische Element, und natürlich war Tkachuk vorn mit dabei. Und so kamen die Amerikaner höchst umstritten noch zum Ausgleich. Als die Deutschen schon zaghaft zur Uhr blickten, schob Tommy Novak (55.) nach einem heftigen Gestocher zum 3:3 ein. Grubauer beschwerte sich, weil er die Fanghand auf der Scheibe hatte. Aber die Referees hatten den Puck immer als frei gesehen. „Ich glaube nicht, dass der hätte zählen dürfen“, sagte Grubauer. Den entscheidenden Treffer setzte Ryan Leonard mit dem letzten Penalty.
Eishockey-WM 2026: Deutschland unterliegt Weltmeister USA nach Penaltyschießen
Trotz einer Leistungssteigerung muss sich das deutsche Eishockey-Team auch im vierten WM-Spiel geschlagen geben. Das 3:4 nach Penaltyschießen gegen die USA wahrt aber die Minimalchance aufs Viertelfinale.












