Die US-Großbank JPMorgan Chase hat ein neues digitales Bankangebot für den deutschen Markt geschaffen: Unter der Marke Chase bietet die Bank nun ein Tagesgeldkonto an, künftig sollen auch Investment- und Kreditprodukte verfügbar sein. »Wir haben in Deutschland eine ausgeprägte Sparkultur mit viel ungenutztem Potenzial«, sagt Chase-Deutschlandchef Daniel Llano Manibardo. »Ich sehe keinen Grund, warum Chase nicht zu einer der führenden Privatkundenbanken in Deutschland werden könnte, mit dem, was wir alles planen«, zitiert ihn die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« .Der deutsche Markt gilt als attraktiv: Ende 2025 summierte sich das Geldvermögen der privaten Haushalte hierzulande laut der Bundesbank auf den Rekordwert von gut 9,5 Billionen Euro. Mehr als ein Drittel davon (37,2 Prozent) sind Bargeld und Einlagen wie Tagesgeld. Im Juni 2025 war vor Chase bereits die spanische Großbank BBVA in Deutschland gestartet.Chase startet in Deutschland nun mit einem Lockangebot – und bietet für vier Monate vier Prozent Zinsen auf das Tagesgeld an. »Tagesgeldangebote mit befristeten Neukundenkonditionen sind vor allem für Sparer interessant, die dazu bereit sind, ihr Geld erneut zu einer anderen Bank umzuschichten, wenn die hohen Zinsen nach einigen Monaten auslaufen«, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer des Vergleichsportals Verivox. »Wer das nicht möchte, sollte beim Zinsvergleich eher auf möglichst attraktive Bestandskundenkonditionen achten.«Laut dem Vergleichsportal Verivox liegen vergleichbare Neukundenangebote von Banken bei 3,5 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld. Bestandskunden erhalten demnach aktuell durchschnittlich 1,32 Prozent Zinsen bei bundesweit verfügbaren Banken.