In unserem Liveblog informieren wir Sie über alle Entwicklungen in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump.Trump plant, mit Taiwans Präsident Lai zu sprechenUS-Präsident Donald Trump plant nach eigenen Worten ein direktes Gespräch mit dem taiwanischen Präsidenten Lai Ching-te. „Ich werde mit ihm sprechen“, sagte Trump am Mittwoch vor Journalisten. Er spreche mit jedem. „Wir werden an dem Taiwan-Problem arbeiten“, erklärte er weiter. Ein direkter Austausch wäre ein bedeutender diplomatischer Schritt, da die Präsidenten der USA und Taiwans seit 1979 nicht mehr unmittelbar miteinander gesprochen haben. Damals hatte Washington die diplomatische Anerkennung von Taipeh auf Peking übertragen. Ein Gespräch dürfte China verärgern, das die demokratisch regierte Insel als eigenes Territorium betrachtet.Trumps Äußerungen folgen auf seinen China-Besuch in der vergangenen Woche, den er am Mittwoch als großartig bezeichnete. Nach seinem Treffen mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping hatte Trump erklärt, er habe noch nicht entschieden, ob er an einem geplanten Rüstungsgeschäft mit Taiwan im Volumen von bis zu 14 Milliarden Dollar festhalten werde. Nach US-Recht ist Washington verpflichtet, Taiwan die Mittel zur Selbstverteidigung zur Verfügung zu stellen. Sowohl republikanische als auch demokratische Kongressabgeordnete haben die US-Regierung zur Fortsetzung der Waffenverkäufe gedrängt. Trumps Sondergesandter wirbt für Unabhängigkeit GrönlandsBei seinem Besuch in Grönland hat der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump für eine Unabhängigkeit der zu Dänemark gehörenden Arktisinsel geworben. „Ich glaube, es gibt ein paar unglaubliche Möglichkeiten, die die Grönländer tatsächlich aus der Abhängigkeit in die Unabhängigkeit führen könnten“, sagte Jeff Landry der grönländischen Zeitung „Sermitsiaq“ in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. Er sei der Ansicht, dass der „Präsident der Vereinigten Staaten das Land gerne ökonomisch unabhängig sehen würde“, fügte Landry hinzu. „Und ich denke, das ist möglich.“ Grönland gehört als autonomes Gebiet zum EU- und NATO-Land Dänemark.Landry war am Sonntag zu einem umstrittenen Besuch in Grönland eingetroffen. US-Präsident Donald Trump hatte den republikanischen Gouverneur von Louisiana im Dezember zu seinem Sondergesandten für die Arktisinsel ernannt. Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 hat Trump immer wieder Besitzansprüche auf Grönland erhoben und damit einen Konflikt mit den EU- und NATO-Verbündeten heraufbeschworen. Von seiner Drohung, Grönland einfach zu übernehmen, war Trump dann wieder abgerückt.Am Montag hatte Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen nach einem Treffen mit Landry gesagt, das Gespräch sei „konstruktiv“ gewesen, aber es habe „keine Anzeichen“ für eine veränderte Haltung der USA gegeben. Grönlands Außenminister Mute Egede sprach anschließend von „roten Linien“ seiner Regierung. Pistorius: Keine belastbare Bestätigung für US-TruppenabzugVerteidigungsminister Boris Pistorius hat von amerikanischer Seite bisher keine verbindlichen Pläne für einen Abzug von US-Soldaten aus Deutschland bekommen. Dafür gebe es „nach wie vor keine wirklich belastbare Bestätigung“, sagte der SPD-Politiker nach einer Sitzung des Verteidigungsausschusses in Berlin. Zu hören sei, dass die Zahl der US-Brigaden in Europa um einen Verband verringert werden solle. „Inwieweit in Deutschland stationierte Truppen davon betroffen sind, ist noch offen“, sagte der Minister weiter. Der US-General und NATO-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich hatte am Vortag bestätigt, dass die USA vorerst keine weitreichenden Mittelstreckenwaffen in Deutschland stationieren werden. Rutte erwartet „strukturierte" Verlegung von US-Truppen aus EuropaNATO-Generalsekretär Mark Rutte erwartet trotz zum Teil widersprüchlicher Ankündigungen aus Washington eine „strukturierte“ Verlegung von US-Truppen aus Europa. „Wir wissen, dass es zu Anpassungen kommen wird“, sagte Rutte am Mittwoch in Brüssel mit Blick auf die geplante Reduzierung der US-Militärpräsenz. „Dies wird im Laufe der Zeit auf strukturierte Weise geschehen“, fügte er hinzu.Die USA planen schon länger, sich geopolitisch mehr in Richtung des Indopazifiks zu orientieren und in diesem Zusammenhang Truppen aus Europa abzuziehen. Klaus BardenhagenPentagon: USA reduzieren Zahl der Europa stationierten Brigaden von vier auf dreiDas US-Verteidigungsministerium hat die von Vizepräsident JD Vance angekündigte Verzögerung bei der Truppenverlegung nach Polen bestätigt – und zugeich Angaben gemacht, die denen von Vance zu widersprechen schienen. Grund der Verzögerung sei eine Reduzierung der in Europa stationierten Kampfbrigaden von vier auf drei, teilte Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf X mit. Das entspreche dem Stand von 2021. Vance hatte gesagt, bei der Verlegung handele es nicht um einen Truppenabbau in Europa.Die Verlagerung ist laut Pentagon das Ergebnis einer umfassenden Überprüfung der US-Truppenpräsenz. Über die endgültige Stationierung werde auf Grundlage weiterer Analysen sowie der Fähigkeit der Verbündeten entschieden, eigene Truppen zur Verteidigung Europas beizusteuern. Verteidigungsminister Pete Hegseth stehe dazu im Austausch mit dem polnischen Vize-Ministerpräsidenten Wladyslaw Kosiniak-Kamysz. Die USA würden eine starke militärische Präsenz in Polen aufrechterhalten, erklärt der Sprecher. Klaus BardenhagenUS-Senat will Trumps Befugnisse im Irankrieg beschränkenDer US-Senat hat mit 50 zu 47 Stimmen eine Resolution auf den Weg gebracht, derzufolge Präsident Trump für militärische Einsätze die Zustimmung des Kongresses einholen muss. Ohne eine solche Genehmigung müsste der Krieg mit Iran beendet werden. Der Schritt gilt als seltene Zurechtweisung des Präsidenten. Vier Republikaner stimmten mit den Demokraten, während ein demokratischer Senator dagegen votierte. Allerdings muss die Resolution noch mehrere Hürden überwinden, bevor sie in Kraft treten kann.Hintergrund des Streits ist ein Gesetz aus dem Jahr 1973, das die Befugnisse des Präsidenten bei Militäreinsätzen einschränkt. Demnach darf ein US-Präsident höchstens 60 Tage lang militärische Maßnahmen ergreifen, bevor er den Kongress um Erlaubnis bitten oder den Einsatz beenden muss. Diese Frist war am 1. Mai abgelaufen. Trump hatte an diesem Tag erklärt, eine Waffenruhe habe die Feindseligkeiten gegen Iran beendet. Irem YildirimJustizministerium: Steuerbehörde darf Trumps Finanzen nicht mehr prüfen Das US-Justizministerium hat der Bundessteuerbehörde IRS dauerhaft untersagt, frühere Steuererklärungen von Präsident Donald Trump, seinen Verwandten und seinen Unternehmen zu prüfen. Dies geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Dokument hervor, das vom amtierenden Justizminister Todd Blanche unterzeichnet wurde. Demnach darf die Regierung weder Steuererklärungen kontrollieren, die vor Montag eingereicht wurden, noch Angelegenheiten untersuchen, „die aufgeworfen wurden oder hätten aufgeworfen werden können“.Die Anordnung erweitert einen am Montag erzielten Vergleich, in dem sich Trump bereit erklärte, seine zehn Milliarden Dollar schwere Klage wegen des Vorwurfs der unrechtmäßigen Veröffentlichung seiner Steuerdaten fallenzulassen. Im Rahmen der Einigung richtete das Justizministerium zudem einen etwa 1,8 Milliarden Dollar schweren Fonds ein, um Opfer einer „politischen Instrumentalisierung“ zu entschädigen. Irem YildirimNew Yorker Richter schränkt Festnahme von Migranten bei Gericht ein Ein US-Bundesrichter hat die Möglichkeit zur Festnahme von Einwanderern in einem New Yorker Migrationsgericht deutlich eingeschränkt. Der Richter Kevin Castel untersagte es den Mitarbeitern der Einwanderungsbehörde ICE grundsätzlich, Einwanderer in dem Gericht in Gewahrsam zu nehmen. Dies sei nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt – etwa wenn es ein „unmittelbares Risiko von Tod, Gewalt oder körperlichen Schäden“ gebe, hieß es in der Urteilsbegründung.Maskierte ICE-Mitarbeiter hatten wiederholt Menschen festgenommen, die zu einer Anhörung vor dem Gericht geladen waren. Der Richter untersagte dieses Vorgehen nun in und vor drei Gebäuden, in denen solche Anhörungen stattfinden. Menschenrechtsgruppen und Politikern zufolge widersetzte sich ICE der Anordnung vom Montag aber bereits. Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde nahmen demnach am Dienstag einen 21-Jährigen in den Fluren des betroffenen Gerichts fest.Das US-Heimatschutzministerium hatte die umstrittene Praxis zuvor verteidigt. „Nichts verbietet es, einen Gesetzesbrecher dort festzunehmen, wo man ihn findet“, hieß es in einer Stellungnahme des Ministeriums, dem ICE untersteht. Irem YildirimUS-Aufsicht plant Lockerungen für Börsengänge und Berichtspflichten Die US-Börsenaufsicht SEC will die Regeln für Börsengänge und die Berichtspflichten von Unternehmen drastisch lockern. Damit treibt die Behörde das Ziel der Regierung von Präsident Donald Trump voran, den Aktienmarkt für Firmen attraktiver zu machen. Die am Dienstag vorgestellten Pläne sehen vor, dass deutlich mehr Unternehmen schneller und kostengünstiger Aktien ausgeben können. Zudem sollen sie in vielen Fällen von gelockerten Offenlegungspflichten profitieren.Die Änderungen würden Anreize für Unternehmen schaffen, „an die Börse zu gehen und dort zu bleiben“, erklärte SEC-Chef Paul Atkins. Der Anlegerschutz werde dadurch nicht beeinträchtigt. Während Branchenverbände die Pläne begrüßten, warnten Verbraucherschützer vor einer höheren Gefahr von unternehmerischem Fehlverhalten.Konkret ist unter anderem vorgesehen, den Schwellenwert für sehr strenge Prüfungs- und Meldepflichten deutlich anzuheben. Bislang gelten diese Vorgaben für Firmen, deren frei handelbare Aktien einen Wert von 700 Millionen Dollar überschreiten. Künftig soll diese Grenze bei zwei Milliarden Dollar liegen. Zudem sollen alle Unternehmen in den ersten fünf Jahren nach ihrem Börsendebüt von den strengeren Regeln ausgenommen werden. Einem Insider zufolge würde nach den neuen Kriterien nur noch etwa jedes fünfte derzeit börsennotierte Unternehmen unter die strengeren Auflagen fallen. Diese Firmen machten aber weiter 90 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung aus, hieß es aus SEC-Kreisen. Irem YildirimUS-Truppenverlegung nach Polen verzögert sich Eine geplante Verlegung von 4000 US-Soldaten nach Polen verzögert sich nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance. Es handele sich dabei jedoch nicht um einen Truppenabbau in Europa, sagt Vance vor Journalisten im Weißen Haus. Die USA wollten lediglich Ressourcen so umschichten, dass die Sicherheit der USA maximiert werde. „Ich glaube nicht, dass das für Europa schlecht ist“, sagt er. Zugleich fordert Vance die Europäer auf, mehr Verantwortung für die gemeinsame Verteidigung zu übernehmen. Berichte über die geänderten Pläne sind bei US-Abgeordneten auf scharfe Kritik gestoßen. Sie fürchten, dass Präsident Donald Trump Verbündete im Stich lassen könnte. Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz schrieb auf X: „Der US-Kriegsminister hat bestätigt, dass sich das Engagement der USA für die Verteidigung und Sicherheit Polens nicht ändert.“ Nach Angaben der polnischen Regierung habe das US-Verteidigungsministerium keine Entscheidung über eine Truppenreduzierung in dem NATO-Land getroffen. Das habe Kosiniak-Kamysz im Gespräch mit seinem amerikanischen Amtskollegen Pete Hegseth erfahren. Die Regierung in Warschau hatte umgehend dementiert, dass das Land vom Entsendungsstopp betroffen sei. Doch herrschte danach lange Zeit Verwirrung und Unklarheit. Nach seinem Gespräch mit Hegseth schrieb Kosiniak-Kamysz nun: „Die getroffenen Entscheidungen richten sich in keiner Weise gegen unsere strategische Partnerschaft. Das Pentagon arbeitet derzeit an einem neuen Plan für die Stationierung seiner Truppen in ganz Europa.“ Irem YildirimTrumps Umfrage-Werte sinken Ein Rückgang der Zustimmung unter Republikanern hat US-Präsident Donald Trump die nahezu schlechtesten Umfragewerte seiner zweiten Amtszeit beschert. Einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos zufolge sind 35 Prozent der Befragten mit der Arbeit des Republikaners zufrieden. Dies ist ein Rückgang um einen Prozentpunkt zur vorherigen Umfrage und liegt einen Punkt über dem bisherigen Tiefstwert von 34 Prozent, der im April gemessen wurde. Trump trat das Amt im Januar 2025 mit einer Zustimmung von 47 Prozent an.In seiner eigenen Partei sanken die Zustimmungswerte auf 79 Prozent nach 82 Prozent vor einigen Tagen und 91 Prozent zu Beginn seiner zweiten und laut Verfassung letzten Amtszeit. Inzwischen sagen 21 Prozent der Republikaner, dass sie von seiner Amtsführung enttäuscht sind, nach fünf Prozent im Januar 2025. In der Umfrage zeigten sich seine Parteianhänger vor allem unzufrieden mit seiner Wirtschaftspolitik angesichts der Lebenshaltungskosten. Hier lag die Zustimmung bei 47 Prozent und die Ablehnung bei 46 Prozent. Der von Washington und Israel begonnene Krieg gegen den Iran hat in den USA insbesondere zu höheren Benzinpreisen geführt. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveticker USA unter Trump: USA klagen Raúl Castro wegen Mordes an | FAZ
USA machen früheren kubanischen Präsidenten für Abschuss von zwei US-Flugzeugen verantwortlich +++ Rubio: USA wollen Beziehungen zu einem „neuen Kuba“ +++ Pentagon: Reduzieren Zahl der Brigaden in Europa +++ alle Neuigkeiten im Liveblog










