PfadnavigationHomePanoramaStuttgartRadikale Palästina-Aktivisten lassen sich in Gerichtssaal tragen – Chaos-Prozess geht weiterStand: 19:01 UhrLesedauer: 2 MinutenDie Angeklagten wurden an Händen und Füßen in den Saal getragenQuelle: Michael Hahn/BILDDer nächste Prozesstag um den Angriff auf ein israelisches Rüstungsunternehmen in Ulm beginnt mit einer Protestaktion. Und dann folgt gleich die nächste Unterbrechung.Im Prozess um den Angriff auf ein israelisches Rüstungsunternehmen in Ulm haben sich mehrere Angeklagte am dritten Verhandlungstag in den Gerichtssaal tragen lassen. Laut ihren Anwälten waren sie mit der Sitzordnung – hinter dem Sicherheitsglas – nicht einverstanden. Daher seien ihre „Mandanten unter Anwendung unmittelbaren Zwanges vorgeführt“ worden.Keiner der fünf Angeklagten betrat den Saal zu Fuß: Eine angeklagte Person rollte auf einem Bürostuhl herein, die übrigen vier wurden von Justizbeamten an Händen und Füßen in den Gerichtssaal getragen – unter Applaus der Zuschauer. Mit rund eineinhalb Stunden Verspätung begann die Verhandlung.Kurz nach Beginn wurde die Sitzung jedoch erneut unterbrochen: Eine Verteidigerin beantragte den teilweisen Ausschluss der Öffentlichkeit während der Anklageverlesung. Ihr Mandant fürchte, dass Ausführungen zur Tatmotivation sein Ansehen dauerhaft beschädigen und seine Sicherheit in der Untersuchungshaft gefährden könnten. Das Gericht unterbrach die Verhandlung für rund eine halbe Stunde, um den Antrag zu prüfen.Darum geht es in dem FallVor Gericht stehen fünf radikale Pro-Palästina-Aktivisten. Sie sollen in eine israelische Rüstungsfirma in Ulm eingebrochen sein und dort Inventar zerstört haben. Der Schaden wird auf rund eine Million Euro beziffert.Den irischen, britischen, spanischen und deutschen Staatsangehörigen wird unter anderem Sachbeschädigung und die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Ziel der Attacke war die deutsche Tochter des israelischen Rüstungsunternehmens Elbit Systems – sie entwickelt und fertigt in Ulm militärische Kommunikationstechnik.Lesen Sie auchDie Angeklagten sollen dem Netzwerk „Palestine Action Germany“ angehören. Die Gruppe ist laut Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart antiisraelisch ausgerichtet. Die radikalen Aktivisten wollen besonders Firmen schaden, die mit der israelischen Rüstungsindustrie verbunden sind. Die Gruppe betrachtet laut Anklage die Anwendung von Gewalt als legitimes und notwendiges Mittel. Im Juli 2025 war sie in England verboten worden, nachdem Aktivisten Flugzeuge der Royal Air Force mit Farbe besprüht hatten.dpa/ll
Stuttgart: Radikale Palästina-Aktivisten lassen sich in Gerichtssaal tragen – Chaos-Prozess geht weiter - WELT
Der nächste Prozesstag um den Angriff auf ein israelisches Rüstungsunternehmen in Ulm beginnt mit einer Protestaktion. Und dann folgt gleich die nächste Unterbrechung.










