Jeder kennt Touristenfallen und wohl auch jeder ist schon mal in eine getappt. Der völlig überteuerte Espresso am Markusplatz in Venedig, der Nippes vom Straßenhändler am Eiffelturm – Reisenden fiele da ad hoc sicherlich schon eine Menge ein.Es gibt ganze Reddit-Foren zum Thema und auch Studien, die dieses Online-Geschehen dann auswerten. So wie aktuell der Telekommunikationsdienst Nomad eSIM, der die weltweit schlimmsten Touristenfallen enthüllt hat – eine aktualisierte Erhebung, die auch für Berlin eine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ausweist.
Für das Ranking wurden Tausende von Online-Bewertungen zu Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in 50 beliebten Reisezielen weltweit ausgewertet. Durch die Erwähnung des Begriffs „Touristenfalle“ wurden die Orte ausgemacht, über die sich die Besucher offenbar am meisten ärgerten.
Nichts zu spüren von der historischen Bedeutung
Mit 706 Erwähnungen belegt der Checkpoint Charlie im Jahr 2026 den sechsten Platz der weltweit größten Touristenfallen – ein Abstieg von der vierten Position im Jahr 2025.
Die Rezensionen werden davon allerdings auch nicht besser. Ein Besucher schreibt: „Leider ist das Interessanteste dort, den Touristen dabei zuzusehen, wie sie vergnügt Fotos vor dem Kontrollpunkt machen – so, als stünde dort die Silhouette des Weihnachtsmanns, eines Superhelden oder eines Schauspielers. Der Ort wurde auf obszöne Weise zu einer bloßen Attraktion degradiert; von seiner historischen Bedeutung ist nichts mehr zu spüren. Es wirkt wie etwas, das einzig und allein dazu geschaffen wurde, Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Mir hat es überhaupt nicht gefallen. Selbst das Museum ist im selben Stil gehalten.“







