Die Bundesregierung will das Elterngeld kürzen. Besser sollte sie es ganz abschaffen – der Staat sollte Familien anders fördern.

Gender-Pay-Gap überwinden, der Mindestlohn erhöhen, die Mehrwertsteuer senken und Mieten deckeln: so hilft man Familien

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D ie Bundesregierung will beim Elterngeld 500 Millionen Euro einsparen. Der einfachste Weg wäre, Abtreibungen zu erlauben und Verhütung zur Kassenleistung zu machen. Kinder sind teurer als Kondome.

Noch besser wäre, das Elterngeld ganz abzuschaffen. Es ist rückwärtsgewandt und antifeministisch. Seit 2007 zahlt der Staat Eltern ungefähr 65 Prozent ihres letzten Einkommens, wenn sie ihre Lohnarbeit einstellen oder reduzieren, um Kinder aufzuziehen. Das ist eine ehrenwerte Aufgabe, keine Frage! Warum aber wird dafür Geld bezahlt und nicht fürs Kümmern um den alten Nachbarn oder die kranke Freundin?