Der International Booker Prize, einer der renommiertesten Literaturpreise weltweit, geht in diesem Jahr an die taiwanische Autorin Yang Shuang-zi und ihre Übersetzerin Lin King. Dies wurde in der Nacht zum Mittwoch unter viel Jubel bei einer Zeremonie im Londoner Museum Tate Modern bekannt gegeben.
Das Preisgeld in Höhe von 50.000 Pfund (etwa 58.000 Euro) bekommen die Autorin und die Übersetzerin zu gleichen Teilen. Auch jeder der Kandidaten auf der Shortlist erhält eine Anerkennung von 2500 Pfund. Dazu gehören in diesem Jahr die in Berlin lebenden Autoren Shida Bazyar und Daniel Kehlmann mit ihren Romanen „Nachts ist es leise in Teheran“ und „Lichtspiel“. Dass gleich zwei Übertragungen aus dem Deutschen sich unter den Nominierten befanden, ist hierzulande sehr aufmerksam beobachtet worden – ist doch der Erfolg von Jenny Erpenbeck mit „Kairos“ von 2024 noch in guter Erinnerung.
Zwei Premieren für ein Buch
Aber auch die 2026er-Wahl hat ihre Besonderheit: Yang ist die erste Taiwanerin, die den International Booker Prize gewinnt. Und es wurde erstmals in den zehn Jahren, seit der Preis einen ins Englische übersetzten und im Vereinigten Königreich veröffentlichten Roman oder Kurzgeschichtenband würdigt, ein im Original auf Mandarin verfasstes Buch ausgewählt.










