Deutschlands China-Geschäft bricht massiv ein. Jetzt sorgt eine neue, noch nicht veröffentlichte Studie des britischen Thinktanks Center for European Reform (CER) für Aufsehen, über die das Handelsblatt am Mittwoch vorab berichtete: Deutschland habe „durch Chinas Exportwirtschaft“ bereits rund 400.000 Jobs verloren. Doch was genau bedeutet diese Zahl?CER-Ökonom und Studienautor Sander Tordoir präzisierte gegenüber der Berliner Zeitung allerdings, dass es sich dabei nicht um 400.000 direkt verlorene Arbeitsplätze handelt.

China-Offensive: 400.000 Jobs in Deutschland bereits verloren?

Ursprünglich stammt diese Zahl aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln vom Februar dieses Jahres. Dort ist nicht von 400.000 verschwundenen Arbeitsplätzen die Rede, sondern von einem deutlichen Rückgang der Jobs in Deutschland, die direkt oder indirekt vom China-Geschäft abhängig waren.

Laut der IW-Studie hingen im Jahr 2021 noch rund 1,1 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland direkt oder indirekt vom Endverbrauch in China ab. 2025 seien es schätzungsweise nur noch knapp 700.000 gewesen. Das entspreche einem Rückgang um weit über 400.000 Stellen, steht in der Studie geschrieben.