Die 1:6-Blamage von Hertha BSC bei Arminia Bielefeld zum Saisonabschluss wirkt nach – sportlich wie emotional. Während die Fans nach dem Debakel lautstark die Entlassung von Trainer Stefan Leitl fordern, bleibt die Vereinsführung demonstrativ ruhig. Geschäftsführer Peter Görlich stärkt seinem Coach erneut den Rücken, macht aber gleichzeitig deutlich, wie tief der Frust über den Auftritt der Mannschaft sitzt.
Bereits unmittelbar nach dem Schlusspfiff in Bielefeld zog Görlich für sich die Konsequenzen – zumindest emotional. „Die Frustentladung der Fans war völlig verständlich. Das Spiel war ab der 46. Minute nicht mehr zu akzeptieren“, sagte er rückblickend. Und weiter: „Ich musste auch meinen Frust entladen.“ Der Manager stand auf der Tribüne neben Präsident Fabian Drescher und Finanzchef Ralf Huschen, doch lange hielt es ihn dort nicht: „Ich bin sofort beim Schlusspfiff aufgestanden und aus dem Stadion gegangen. Das Desaster musste ich erst einmal verarbeiten.“
Klare Rückendeckung für Leitl trotz Fan-Kritik
Trotz des historischen Rückschlags bleibt Görlich bei seiner Linie: Trainer Stefan Leitl bleibt im Amt. Die Entscheidung sei bewusst getroffen worden – und werde auch nicht revidiert. „Ich würde nochmal so entscheiden. Mit Symbolik bekommt man Applaus, aber keinen Erfolg“, erklärte der Geschäftsführer. Damit richtet sich seine Botschaft klar gegen reflexartige Trainerwechsel, wie sie im Profifußball oft üblich sind.











