Die German Toilet Organization startet ein bundesweites Hilfsangebot für Schulen. Die Zahlen aus der Hauptstadt sind ernüchternd – ein neues digitales Werkzeug soll nun konkrete Abhilfe im Schulalltag schaffen.Es gibt Orte, an denen sich Bildungspolitik besonders ungeschminkt zeigt. Manchmal sind das Klassenzimmer, Lehrerzimmer oder Schulhöfe. Oftmals sind es jedoch die Toiletten.An diesem Mittwoch präsentiert die German Toilet Organization (GTO) den offiziellen Start des Online-Portals „Toiletten machen Schule“. Das Angebot richtet sich an alle rund 33.000 Schulen in Deutschland und bietet strukturierte Selbsthilfe: von der Bestandsaufnahme bis zur Umsetzung. Es ist der Aufbau einer digitalen Infrastruktur für ein handfestes, analoges Problem. Wer in seiner Schule etwas ändern will, dem rät das Portal, zunächst ein Team zu gründen, um die Wirkmacht zu erhöhen. Dann könne eine Bestandsaufnahme folgen, etwa durch Begehungen, geleitet von den Fragen: Wie sieht es hier aus? Wie riecht es hier? Warum bin ich ungern hier?

Beispiel für gelebte Verantwortung: Der „Toffi-Club“ gibt alles für die Toilette; das Gymnasium Winsen hat eine AG gegründet, um die Schulgemeinschaft für einen bewussten Umgang mit den Schultoiletten zu sensibilisieren.