Berlin bleibt sozial gespalten – und die Problemlagen verschieben sich weiter an den Stadtrand. Das zeigt das neue „Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2025“ der Senatsverwaltung. Untersucht wurden die Jahre 2023 und 2024, ausgewertet wurden 535 Planungsräume.Die Arbeitslosigkeit in Berlin ist wieder gestiegen: von 4,6 Prozent Ende 2022 auf 5,1 Prozent Ende 2024. Andere Indikatoren entwickelten sich günstiger. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen in alleinerziehenden Haushalten sank von 27 auf 24,5 Prozent, die Kinderarmut von 24,5 auf 23,3 Prozent. Auch der Anteil nicht arbeitsloser Transferleistungsbezieher ging leicht zurück.

Besonders betroffen von sozialer Benachteiligung sind dem Monitoring zufolge weiterhin Gesundbrunnen, Kreuzberg, Staaken, Neukölln, Neu-Hohenschönhausen, Marzahn, Hellersdorf, Reinickendorf und das Märkische Viertel. Während sich Teile der inneren Stadt laut Senat positiv entwickelten, zeigen äußere Stadtlagen häufiger „negative Dynamiken“, etwa in Staaken und im Ortsteil Köpenick.Insgesamt weist der Bericht 57 Planungsräume als „Gebiete mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf“ aus. Zwölf kamen neu hinzu, fünf fielen aus der Kategorie heraus. Für Berlin heißt das: Der soziale Druck nimmt nicht überall zu – aber er verlagert sich.