Der SC Freiburg genießt in weiten Teilen des Landes ein Ansehen, als handele es sich um ein von der Unesco unter Schutz gestelltes Erbe der Fußballkultur. Und das trifft ja durchaus auch zu. In der Breisgauer Biosphäre lassen sich uralte Phänomene beobachten, die in den urbanen Zentren im restlichen Deutschland verschwunden sind: Cheftrainer bleiben im Dienst des Vereins, bis sie Großväter werden; Spieler wie Nicolas Höfler, Christian Günter oder Lukas Kübler verbringen ihre komplette Profikarriere im Klub, und das Management lenken Männer wie Klemens Hartenbach, der schon zu Helmut-Kohl-Zeiten im 20. Jahrhundert der Belegschaft angehört hat (damals als Torwart der Zweitligamannschaft). Wenn irgendwo im SC-Freiburg-Reservat ein originales Exemplar des 1627 ausgestorbenen Auerochsen angetroffen würde – es bräuchte niemanden zu wundern.
Finale der Europa League: Freiburg will gegen Aston Villa den Titel holen
Am Mittwoch bestreitet der SC Freiburg das erste Europapokalfinale der Vereinsgeschichte. Was macht der Klub mit den vielen Millionen?










