Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz I/O 2026 eine neue Fähigkeit von Project Genie vorgestellt: Der 3D-Weltgenerator kann nun auf Aufnahmen aus Google Street View zugreifen und daraus erkundbare 3D-Umgebungen echter Orte erzeugen. Damit rücken KI-generierte Welten und reale Schauplätze näher zusammen.
Nutzer wählen dafür in Project Genie über ein Kartensymbol einen Ort in den USA aus, legen optional einen Stil wie „Wüstenwelt“ oder „Steinzeit“ fest und beschreiben anschließend eine Spielfigur. Daraus erzeugt Genie eine Fantasiewelt, die auf Street-View-Aufnahmen basiert. Im eigenen Blog zeigt Google als Beispiel die Golden Gate Bridge als Unterwasserwelt, die man als Taucher erkundet.
Technisch basiert die Funktion auf dem im April vorgestellten Bildgebungswerkzeug „Maps Imagery Grounding“, mit dem sich generative KI-Bilder in realen Straßenansichten von Google Street View verankern lassen. Google zufolge sind derzeit nur Orte in den USA verfügbar, weitere Regionen sollen später folgen.
Project Genie war bislang US-Nutzer vorbehalten. Mit der gestrigen Ankündigung macht Google Project Genie nun schrittweise auch außerhalb der USA verfügbar. Nutzer benötigen aber weiterhin das Premium-Abo „Google AI Ultra“. Der bisherige Tarif für 250 US-Dollar pro Monat wurde auf der Entwicklerkonferenz durch zwei neue Ultra-Tarife für 100 und 200 US-Dollar pro Monat ersetzt. Project Genie bleibt dem teureren 200-Dollar-Tarif vorbehalten, wird damit aber zumindest etwas günstiger.










