Auf der Republica 2026 wirkt die AfD weniger wie eine Oppositionspartei als wie ein politischer Ernstfall. Kaum ein Panel über Demokratie, Ostdeutschland oder Zivilgesellschaft kommt ohne die Frage aus, was passiert, wenn die Partei tatsächlich regiert. Dadurch wird das einstige Zukunftsfestival der Netzgesellschaft zum Treffpunkt einer Szene, die sich auf politische Abwehrkämpfe vorbereitet.
Aktivisten, Juristen und NGO-Vertreter sprechen über Klagestrategien, Netzwerke und „zivilgesellschaftlichen Katastrophenschutz“. Viele Debatten wirken weniger wie politische Diskussionen als vielmehr wie Krisensitzungen eines Milieus, das sich auf den Machtverlust einstellt. Die Sprecher der Panels teilen ihre Existenzsorgen: die Angst, politische, mediale und vor allem finanzielle Grundlagen zu verlieren – sobald die AfD an die Macht kommt.
Auf der Republica: Die Sprecher des Panels „Never gonna give you up, Sachsen-Anhalt! Engagieren, wenn die AfD regiert“ vor einem prall gefüllten Saal
© Jana Hermann/Berliner Zeitung
„Die Situation ist bedrohlich“






