Schon vor Anthropics angeblich besonders leistungsfähigem KI-Modell Claude Mythos Preview wurden für Cyberangriffe erstmals seit 19 Jahren häufiger Softwarelücken ausgenutzt als gestohlene Zugangsdaten. Das hat zumindest der US-Provider Verizon anhand von Daten aus dem Jahr 2025 für seinen jüngsten Data Breach Investigations Report (DBIR) ermittelt, der jetzt veröffentlicht wurde. Schon im Vorjahr habe bei fast einem Drittel aller Cyberangriffe eine Sicherheitslücke am Anfang gestanden, auch dank der Hilfe von KI-Technik. Hätten Softwarehersteller bislang oft Monate gehabt, um Lücken zu schließen und Angriffe zu verhindern, stünden dafür in der jetzigen KI-Welt nur noch Stunden zur Verfügung, heißt es dort weiter.
Cybersecurity im Umbruch
Insgesamt sieht man bei Verizons Sicherheitsteam einen fundamentalen Wandel in der Cybersecurity und das auch schon 2025, neuere Daten wurden für den Report noch gar nicht ausgewertet. Im Vorjahr habe KI-Technik vor allem dafür gesorgt, dass Kriminelle ihre erprobten Techniken automatisieren und skalieren konnten, fassen die Verantwortlichen zusammen. In der Verteidigung habe man da noch Schritt halten können, wenn man das genauso getan hätte: „Doch wer weiß? Angesichts der rasanten Entwicklung der KI-Fähigkeiten könnte diese Einschätzung bereits überholt sein, wenn dieser Bericht schließlich veröffentlicht wird“, heißt es da noch, sicher hauptsächlich mit Blick auf Anthropics neue Technik.








