Seit Anthropic am 7. April 2026 Claude Mythos Preview und sein Project Glasswing vorgestellt hat, ist viel von Hype und Marketing die Rede. Denn das Modell, das Sicherheitslücken in Software aufspüren kann, ist nach Angaben von Anthropic so mächtig, dass das Unternehmen das Modell nicht veröffentlicht. Technische Einzelheiten zur Beurteilung des Modells gibt es dagegen kaum. Nur handverlesene Kunden sollten Zugang zu einer „gated research preview“ bekommen.Anzeige

Mittlerweile sind die ersten Ergebnisse ausgewählter Projekte veröffentlicht worden. Aus den spärlichen Puzzleteilen lässt sich ein Bild skizzieren. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu Claude Mythos Preview und der Zukunft der Cybersicherheit in Zeiten vollautomatischer Exploit-Agenten.

Code-Analyse in Rekordzeit: Wie die KI Sicherheitslücken aufspürt

Ein großes Sprachmodell findet Sicherheitslücken in Software, weil es mit vielen gut dokumentierten Code-Beispielen trainiert worden ist. Das ist aber nicht alles. Weil Agenten, die von diesen großen Sprachmodellen betrieben werden, selbstständig Tools aufrufen können, lässt sich auch der weitere Workflow weitgehend automatisieren. Anthropic beschreibt das für Claude Mythos Preview so: Code lesen, Hypothese für Exploit bilden, Proof-of-Concept schreiben und in einer virtuellen Umgebung testen und am Ende einen belastbaren Bug-Report ausgeben.Anzeige