Beleuchtete Tastatur: Künstliche Intelligenz wird zum Hackertool

Bislang nicht identifizierte Täter haben versucht, mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) eine neuartige IT-Sicherheitslücke auszunutzen. Das teilte Googles Threat Intelligence Group (GTIG) am Montag mit. Die IT-Sicherheitsexperten des Konzerns konnten demnach den Angriff auf das ungenannte Unternehmen, welches die Hacker attackieren wollten, noch stoppen. Laut Google ist es das erste Mal, dass eine kriminelle Gruppe KI verwendet, um sowohl eine bis dato nicht bekannte Sicherheitslücke zu finden, als auch diese auszunutzen.

John Hultquist, der Chef der auf die Analyse von Cyberbedrohungen spezialisierten GTIG, sagte zu dem eigenen Fund: »Das Zeitalter der KI-getriebenen Schwachstellen und deren Ausnutzung hat begonnen.« Kriminelle Hacker würden im Vergleich zu staatlich organisierten Gruppen, meist langsam und im Verborgenen arbeiten. Deshalb würden sie von der »enormen Geschwindigkeit« profitieren, mit der KI Sicherheitslücken finden und ausnutzen kann. In einem Interview sagte der Google-Manager, KI sei ein »riesiger Vorteil« für kriminelle Akteure, weil sie ihnen ermögliche, viel schneller als bisher zu agieren. Das mache die Verteidigung gegen Cyberattacken erneut zu einem Wettlauf.