Im Pears Jüdischen Campus in Berlin-Wilmersdorf hat die Jüdische Gemeinde Chabad Berlin am Dienstagabend Elke Büdenbender den Preis zur Stärkung jüdischen Lebens und eines positiven Miteinanders verliehen. Die Auszeichnung wurde anlässlich des 25-jährigen Gemeindejubiläums ins Leben gerufen und im zweijährigen Turnus bislang an den Axel-Springer-Vorstandsvorsitzenden Mathias Döpfner sowie an die heutige Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas verliehen.

Die Gemeinde steht in ihrem 30. Jahr und kündigte den Baubeginn einer neuen Synagoge mit 600 Plätzen für das kommende Jahr an. Der Pears Jüdische Campus, im Juni 2023 eröffnet, ist nach Angaben der Gemeinde mit rund 8.000 Quadratmetern die größte jüdische Einrichtung für Bildung, Kultur und Sport in Deutschland.

Rabbi Teichtal erinnert an Besuche in Krisenmomenten

Rabbiner Yehuda Teichtal, Vorsitzender und Oberrabbiner der Gemeinde, eröffnete den Abend mit einer Anekdote, die ihm seine Großmutter erzählt habe. In einem kleinen Ort in Polen, in dem sie gelebt habe, habe die Synagoge auf der einen Seite eines Berges gestanden – die Menschen aber wohnten auf der anderen Seite. Jeden Tag mussten die Gläubigen den langen Weg um den Berg herumlaufen, fast eine Stunde, um das Gemeindezentrum zu erreichen. Nur ein einziger Mensch sei in der Lage gewesen, den direkten, steilen Weg über den Berg hinauf und wieder hinunter zu gehen, ohne dabei zu stürzen: Rabbi Meir.