Der große Traum von Leopold Querfeld ist geplatzt. Am Montag hat Ralf Rangnick, Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft, seinen Kader für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko nominiert. Der Abwehrspieler des 1. FC Union Berlin hat keinen Platz im Aufgebot ergattern können, nachdem er bei der Europameisterschaft in Deutschland vor zwei Jahren noch für die ÖFB-Auswahl zum Einsatz gekommen war.

Querfeld hat zwar bislang erst fünf Länderspiele für die A-Nationalmannschaft absolviert, war in den letzten zweieinhalb Jahren von Rangnick aber zuverlässig nominiert worden. Im März – Österreich siegte in zwei Testspielen 5:1 gegen Ghana und 1:0 gegen Südkorea – wurde er nicht mehr berücksichtigt. „Es ist so, dass wir Leo schon in- und auswendig kennen. Wir hatten ihn in den letzten Lehrgängen immer dabei und haben natürlich auch seine Spiele bei Union gesehen“, hatte Rangnick im März als Grund angeführt. Stattdessen bekam David Affengruber vom FC Elche die Gelegenheit, sein Debüt zu geben. Der 25-Jährige hat seine Chance offenbar genutzt, er steht im endgültigen Aufgebot.

Für Querfeld ist es derweil der Tiefpunkt einer enttäuschenden Saison. Als Mittelmann in der Dreierkette lange unumstritten, verursachte er mehrere Elfmeter, verschuldete immer wieder Gegentore. Bis zum 31. Spieltag stand er mit Ausnahme einer Partie, in der er gelbgesperrt fehlte, immer in der Startformation. Dann wurde er von Trainerin Marie-Louise Eta bei den Partien gegen Köln (2:2) und in Mainz (3:1) 90 Minuten auf die Bank gesetzt. Beim Saisonfinale gegen den FC Augsburg (4:0) wurde er vier Minuten vor Schluss eingewechselt.