70 Prozent der Thüringer lehnen es ab, die Schulpflicht zugunsten einer sogenannten Bildungspflicht mit der Möglichkeit zum Heimunterricht abzuschaffen. Das geht aus einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der CDU-Landtagsfraktion hervor. Nur 24 Prozent würden ein solches Modell positiv bewerten, wie die Fraktion mitteilte.

Auch dem Lernen zu Hause stehen die Befragten skeptisch gegenüber: 79 Prozent trauen Heimunterricht keine vergleichbare Bildungsqualität wie dem Unterricht in der Schule zu. Nach Angaben der CDU zieht sich die Ablehnung durch nahezu alle politischen Lager. Selbst unter AfD-Anhängern sprechen sich demnach zwei Drittel gegen eine Abschaffung der Schulpflicht aus. Civey befragte vom 27. April bis 4. Mai 1.000 Thüringer online.

Hintergrund sind die jüngsten Diskussionen um Vorschläge von AfD-Politikern, die die Schulpflicht in eine „Bildungspflicht“ umwandeln wollen. Eltern sollen wählen können, ob ihre Kinder eine Schule besuchen oder zu Hause unterrichtet werden – unter der Bedingung, dass Bildungsstandards eingehalten und Lernstandskontrollen abgelegt werden. Der jüngste Vorstoß dazu kam von der AfD in Sachsen-Anhalt.

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