Das „Opfer“ ist schwer angeschlagen, aber noch nicht tot. Höchste Eile ist geboten, damit der einzige Tatort aus dem Osten Deutschlands nicht stirbt. Deshalb schalten sich jetzt die TV-Kommissare Schnabel - alias Martin Brambach - und Kommissarin Winkler - alias Cornelia Gröschel - höchstpersönlich in den Fall ein.

Bisher hatten sich die beiden beliebten Schauspieler nicht zu den Plänen des MDR geäußert, den Tatort Dresden sowie den Polizeiruf Magdeburg aus Kostengründen für die nächsten drei Jahre zu pausieren. Grund ist ein zweistelliges Millionen-Loch im MDR-Etat, das durch die Stagnation der Rundfunkgebühren bei 18,36 Euro/Monat und Haushalt entstanden sein soll. Diese hatte vor allem Sachsen-Anhalt im Vorfeld der Erhöhung schon klar abgelehnt und mit weiteren ostdeutschen Bundesländern Reformen gefordert.

Ironie der Geschichte: Nun soll der Osten zuerst unter den Reformen leiden und ab 2029 auf die beliebten Krimi-Reihen verzichten.

Traurig und katastrophal

Brambach und Gröschel, beide in Dresden geboren, werden sehr deutlich: Es wäre „ein äußerst fatales politisches Signal, dass in den quotenstärksten und beliebtesten TV-Reihen im Deutschen Fernsehen der Osten Deutschlands einfach nicht mehr vorkommt. Das kann und darf nicht passieren!!!“ Drei Ausrufe-Zeichen untermauern die Forderung. Und weiter: „Gerade der Tatort soll ja dezidiert ein gemeinschaftsbildendes Schaufenster der verschiedensten Regionen Deutschlands sein, und dazu gehören für uns unbedingt auch die Menschen und ihre Geschichten in Ostdeutschland.“