PfadnavigationHomePanoramaBrambach & Gröschel„Womöglich das Ende“ – „Tatort“-Stars reagieren bestürzt auf MDR-EntscheidungStand: 07:48 UhrLesedauer: 2 MinutenMartin Brambach und Cornelia Gröschel bei einem Fototermin für den MDR-Tatort „Schwesternliebe“ Quelle: Robert Michael/dpaDer „Tatort Dresden“ und „Polizeiruf Magdeburg“ vom MDR müssen in eine mehrjährige Zwangspause. Die Schauspieler Martin Brambach und Cornelia Gröschel halten das für fatal – und rechnen in ungewohnt deutlicher Weise mit dem Sender ab.Die „Tatort“-Schauspieler Cornelia Gröschel und Martin Brambach warnen vor der geplanten Zwangspause für den „Tatort Dresden“ und den „Polizeiruf 110“ aus Magdeburg. „Wir sind immer noch bestürzt über die Meldung des MDR, den „Tatort Dresden“ und den „Polizeiruf Magdeburg“ in den nächsten 3 Jahren nicht mehr finanzieren zu können“, heißt es in einem Statement beider auf Social Media.In ihrem Posting zeigen die beiden zwar Verständnis für den Sparkurs des MDR, äußern aber zugleich große Sorgen über mögliche Folgen. Gröschel (38) und Brambach (58) spielen im Dresdner „Tatort“ Kommissarin Leonie Winkler und den Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel.Wegen einer angespannten finanziellen Lage will der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) die Produktion neuer Folgen der beiden Krimireihen für drei Jahre pausieren. Als Grund für die Kürzungen nennt der MDR vor allem die bislang nicht erfolgte Umsetzung der Erhöhung des Rundfunkbeitrags seit Anfang 2025. Bereits fertiggestellte oder vertraglich vereinbarte Produktionen sollen in den kommenden Jahren dennoch ausgestrahlt werden.Lang aufgebaute Strukturen werden bedrohtFilmproduktionen könne man nicht so einfach an- und abschalten, schreiben Gröschel und Brambach weiter. Ein Film habe langen Vorlauf. „Wenn wir drei Jahre nicht produzieren, gehen lang aufgebaute Strukturen kaputt und die Menschen vor und hinter der Kamera – und auch wir Schauspielerinnen und Schauspieler – müssen uns natürlich um andere Projekte bemühen, um wie alle Menschen unsere Miete zu zahlen“, erklärten die beiden unter anderem auf Facebook und Instagram.„Aber vor allem, und das ist das Wichtigste, kann uns im Moment leider niemand versprechen, dass in 3 Jahren genug Geld da ist, um weiterzumachen – die Situation wird absehbar wohl auch nicht einfacher werden.“ Die Konsequenz sei „womöglich das Ende des Tatorts Dresden und des Polizeirufs aus Magdeburg“.Verliert die Region bis zu 1000 Arbeitsplätze?Das wäre nicht nur traurig für Fans und Zuschauer, sondern auch „für die vielen Menschen, die direkt oder indirekt von so einer Produktion leben, eine Katastrophe – genauso wie für den Medienstandort Mitteldeutschland“, heißt es weiter. Beide nennen hier auch Zahlen: Ihnen zufolge gingen 70 Prozent des Produktionsetats „direkt in die Region“, laut der Produzentenallianz könnten „bis zu 1000 Arbeitsplätze“ durch die Entscheidung verloren gehen.Lesen Sie auchZudem wäre es „ein äußerst fatales politisches Signal, dass in den quotenstärksten und beliebtesten TV-Reihen im deutschen Fernsehen der Osten Deutschlands einfach nicht mehr vorkommt“, kritisierten die Schauspieler.dpa/krott
„Tatort“: Brambach & Gröschel reagieren bestürzt – „Womöglich das Ende“ - WELT
Der „Tatort Dresden“ und „Polizeiruf Magdeburg“ vom MDR müssen in eine mehrjährige Zwangspause. Die Schauspieler Martin Brambach und Cornelia Gröschel halten das für fatal – und rechnen in ungewohnt deutlicher Weise mit dem Sender ab.











