Als Urs Fischer Ende des vergangenen Jahres das Traineramt beim FSV Mainz 05 übernahm, hatten die Rheinhessen gerade sechs Punkte auf dem Konto. Auf den Relegationsplatz waren es nach 13 Spieltagen bereits fünf Zähler Rückstand. Die Mannschaft lag nach einer langen Negativserie am Boden, viele Experten hatten sich schon zu diesem Zeitpunkt ein abschließendes Urteil gebildet: Mainz – alles sah danach aus – würde am Saisonende den bitteren Gang in die 2. Bundesliga antreten müssen.
Als die Verantwortlichen um Manager Christian Heidel und Sportdirektor Niko Bungert vor dem Spiel in der Conference League bei Lech Posen Urs Fischer als neuen Trainer präsentierten, waren sich viele Beobachter und auch ein Großteil der Fans nicht sicher, ob ausgerechnet der Schweizer die richtige Wahl sei. Seit seinem Aus beim 1. FC Union Berlin im November 2023 hatte sich Fischer zurückgezogen. Zwei Jahre außerhalb des täglichen Geschäfts auf dem Platz sind eine lange Zeit.
Nun hat auch Fischer selbst eingeräumt, die Aufgabe mit Selbstzweifeln angetreten zu haben. „Ich hatte den Gedanken im Kopf: ‚Hast du das nach zwei Jahren noch drauf?‘“, verriet der 60-Jährige in einer Medienrunde nach Saisonende. „Nach wenigen Minuten habe ich aber schon gespürt: Du bist wieder drin im Hamsterrad. Die Jungs haben mein Deutsch verstanden. Das war eine Erleichterung“, so Fischer.








