Zwei Tage nach dem Einsturz eines Gründerzeithauses in der Görlitzer Altstadt dauert die Suche nach drei Vermissten an. Dafür musste eine Seitenwand eines Nachbarhauses abgestützt werden, wie eine Polizeisprecherin am Mittwochmorgen sagte. In der Nacht waren die Bergungsarbeiten vorübergend gestoppt worden. Bereits am Dienstag konnten erste Anwohner in umliegende Häuser zurückkehren. Wie die Stadtverwaltung Görlitz mitteilte, hatte die Feuerwehr mehrere Gebäude wieder freigegeben. Fünf von ursprünglich zehn evakuierten Häusern bleiben demnach aber weiterhin gesperrt. Zwischenzeitlich waren mehr als 50 Menschen betroffen.

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Feuerwehrchefin: Hoffnung stirbt zuletzt

Derweil geben die Einsatzkräfte die Hoffnung nicht auf, doch noch Überlebende unter den Trümmern zu finden. Die Leiterin der Feuerwehr in Görlitz, Anja Weigel sagte, vor allem Schutt und Staub machten es notwendig, ganz genau hinzuschauen. Die Hoffnung sterbe zuletzt, betonte Weigel. "Aber wir sind uns einig, dass die Wahrscheinlichkeiten mit jeder Stunde sinken." Vor Ort waren neben deutschen auch polnische Einsatzkräfte, unter ihnen auch Ehrenamtliche. Die Bergungsarbeiten erfolgen überwiegend von Hand, um möglicherweise Verschüttete nicht zu gefährden.