Aus China nichts Neues: Der BYD Atto 3 Evo gesellt sich zum Einheitsbrei der E-SUVStarke Daten auf dem Papier, aber ein nüchterner Innenraum und ein Preis auf Niveau der Konkurrenz lassen den neuen BYD im Meer austauschbarer Elektro-SUV untergehen.Dörte Welti15.05.2026, 05.30 Uhr2 LeseminutenDer BYD Atto 3 Evo ähnelt vielen seiner E-SUV-Konkurrenten.PD1500 ist die magische Zahl. So viel Kilowatt Ladeleistung verspricht BYD mit seinen selbst entwickelten Schnellladestationen. Möglich machen soll es die Flash-Charging-Technologie. Der Atto 3 Evo ist mit einem Elektromotor, einem 800-Volt-Bordnetz und einer Blade Battery ausgestattet, die genau diese ultraschnelle Ladeleistung schlucken bieten soll: in neun Minuten von 10 auf 97 Prozent, in fünf Minuten von 20 auf 70 Prozent Akku-Ladung.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Die Zukunft des Ladens ist also schön schnell, jedoch werden diese Ladestationen zuerst einmal in China aufgebaut, bevor sie nach Europa kommen. Der Atto 3 Evo ist aber bereits jetzt auf dem europäiscen Markt.Die Vielzahl von Konkurrenten ist sein FeindJede Menge Verkaufsargumente für das Auto kommuniziert BYD zum Marktstart. Aber mit welchen davon sie die Käufer überzeugen wird, ist ob seiner Durchschnittlichkeit – abgesehen vom schnellen Laden – fraglich.Als Elektroauto für die Familie, das sich sowohl für den Arbeitsweg als auch die Freizeit eignet, ist der Atto 3 Evo ein Angebot von vielen. 510 Kilometer Reichweite sind ebenfalls heute Durchschnitt. Ein Kofferraum mit 490 Litern Fassungsvermögen und einem vorderem Staufach (Frunk) mit 95 Litern sind ebenfalls nichts Aussergewöhnliches. 313 PS (für die Version Design) oder 449 PS (Version Excellence) sind Werte, die bei Elektroautos heute nicht mehr überraschen. Doch wirklich neu ist am weiterentwickelten E-SUV kaum etwas.Der Kofferraum ist für ein Fahrzeug seiner Grösse Durchschnitt. PDDoch bewertete man das Fahrverhalten des neuen Kompakt-BYD, wird man endlich fündig. Der Atto 3 Evo reagiert angenehm spontan am Strompedal, ist am vergnüglichsten im Sport-Modus zu fahren und tut sonst alles wie erwartet: Das Einlenkverhalten ist direkt, seine Assistenzsysteme arbeiten zuverlässig.Allradantrieb wird zum einzigen VerkaufsargumentDie Version «Excellence» dürfte in der Schweiz die bevorzugte Wahl sein, denn sie bietet Allradantrieb. Ein weiteres Plus: Das zweiteilige Panorama-Schiebedach aus Glas bringt viel Licht und Weite in den grosszügigen Innenraum.Ob der sehr simpel ausgestattete Innenraum mit eher günstig wirkenden Oberflächen den Geschmack der Käufer treffen wird, darf jedoch bezweifelt werden.Autos in diesem Segment verkaufen sich über den Preis. Und der ist trotz China-Provenienz nicht günstiger als andere, mit denen der Atto 3 Evo sich vergleichen lassen muss. In der Ausstattungsvariante «Design» mit Hinterradantrieb kostet er 43 990 Franken, als «Excellence» mit Allradantrieb 47 990 Franken. Das ist zu viel für zu wenig.Der Innenraum ist geräumig, aber beliebig gestaltet. Knöpfe fehlen fast vollständig, alles wird über den Touchscreen bedient.PDDie Testfahrt wurde durch BYD unterstützt.Passend zum Artikel