Das Schweizer WM-Kader ist bestätigt: Fassnacht wieder dabei, Sanches und Monteiro fehlenErneut pokert Murat Yakin auf der Position des Rechtsverteidigers. Am Mittwoch stellt er die Aufstellung offiziell vor.19.05.2026, 17.03 Uhr2 LeseminutenMurat Yakin wird am Mittwoch das WM-Kader offiziell vorstellen.Denis Balibouse / Reuters(sda) Das Schweizer WM-Kader ist offiziell bestätigt. Der grosse Abwesende im Kader ist Alvyn Sanches. Ausserdem pokert Trainer Murat Yakin erneut auf der Position des Rechtsverteidigers.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Es bleibt eine komplizierte Beziehung zwischen Alvyn Sanches und dem Schweizer Nationalteam. Im März des letzten Jahres, als der Angreifer als grosser Hoffnungsträger erstmals ins A-Kader eingerückt war, zog sich Sanches bei seinem Debüt einen Kreuzbandriss zu. Dieser zwang ihn zu einer mehr als halbjährigen Pause.Es folgte der Wechsel von Lausanne-Sport zu den Young Boys und schliesslich das Comeback im letzten Herbst. Bis zum Saisonende kam Sanches auf zehn Tore und sechs Assists. Im März wurde er erneut für die Testspiele des Schweizer Nationalteams aufgeboten, konnte Yakin aber offenbar nicht vollends überzeugen.Seine Nichtberücksichtigung überrascht auch deshalb, weil Sanches portugiesische und kapverdische Wurzeln hat. Ein Nationenwechsel wäre weiterhin möglich, da der 23-Jährige noch kein Pflichtspiel für die Schweiz bestritten hat.Amdouni praktisch ohne SpielpraxisNeben Sanches müssen auch Joël Monteiro und Vincent Sierro mit einem Platz auf der Pikettliste vorliebnehmen. Ein bitteres Los für Sierro, der seit März 2024 praktisch durchgehend zur Schweizer Nationalmannschaft gehörte. Seit seinem Wechsel in die saudiarabische Liga wurde der Mittelfeldstratege jedoch kaum mehr eingesetzt. Ihm ist wohl die grosse Konkurrenz auf seiner Position zum Verhängnis geworden.Monteiro dürfte derweil eine Art Déjà-vu erleben: 2024 wurde er im Eilverfahren eingebürgert, schaffte dann den letzten Cut für das EM-Kader aber nicht. Seither kam der Angreifer zu sieben Einsätzen. So auch im März, als er im Testspiel gegen Deutschland seinen zweiten Treffer im Nationalteam erzielte und Lob von Yakin erhielt. Am Ende gab der Nationaltrainer aber anderen Offensivkräften den Vorzug.So kommen Cedric Itten, Zeki Amdouni und Christian Fassnacht zum Handkuss. Der 32-jährige Fassnacht wurde im vergangenen Herbst erstmals seit zweieinhalb Jahren wieder ins Nationalteam aufgeboten. Als Torschützenkönig der Super League sammelte er Argumente für ein WM-Aufgebot. Auch Itten machte mit seinen 15 Treffern in der 2. Bundesliga auf sich aufmerksam. Amdouni dagegen hat diese Saison verletzungsbedingt fast komplett verpasst. Er darf wohl auch aufgrund seiner bisherigen Leistungen im Nationalteam an die WM mitreisen.Wieder kein Widmer-BackupEtwas überraschend ist auch, dass Yakin neben Silvan Widmer wiederum keinen zweiten gelernten Rechtsverteidiger aufbietet. Ein Entscheid, der vor vier Jahren bei der WM in Katar für Kritik sorgte, als Widmer für den Achtelfinal gegen Portugal ausfiel und die Schweiz 1:6 unterging.Yakin hatte zuletzt argumentiert, dass auch Luca Jaquez und Eray Cömert auf dieser Position spielen könnten. In ihren Klubs werden sie allerdings als Innenverteidiger eingesetzt. Eine Option ist wohl auch Denis Zakaria, der im Frühling im Testspiel gegen Deutschland auf der rechten Abwehrseite eingesetzt wurde.Näher zum Aufgebot äussern wird sich Yakin aber erst an der Medienkonferenz vom Mittwoch.