Der Autozulieferer ZF hält am Geschäftsbereich Elektromotoren fest. Die Schlüsselkomponenten E-Motor und Wechselrichter sollten nicht, wie zur Sanierung der Pkw-Antriebssparte im Raum stand, extern eingekauft werden, teilte ZF am Dienstag mit. „Um die Wettbewerbsfähigkeit der intern E-Division genannten Sparte wiederherzustellen, sind deutliche Einschnitte nötig.“
Mehrere Hundert Arbeitsplätze an den bayerischen Standorten Schweinfurt und Auerbach, wo mehr als 1000 Mitarbeitende mit Elektromobilität beschäftigt sind, fallen weg, wie ein ZF-Sprecher ergänzte.Unternehmen und Betriebsrat des zweitgrößten deutschen Autozulieferers hatten sich im Oktober auf einen Sanierungspakt für die ZF-Kernsparte Fahrzeugantriebe geeinigt. Neben dem Wegfall von 7600 Stellen bis 2030 wurde eine Sonderprüfung bis März vereinbart, ob E-Motoren und Inverter weiter selbst entwickelt und gefertigt oder zugekauft werden. Eine Kommission aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern sprach sich für das Beibehalten aus, was der Vorstand nun bestätigte.
ZF-Chef Mathias Miedreich erklärte, der Schulterschluss mit der Arbeitnehmervertretung gehöre zur Unternehmenskultur des Stiftungskonzerns. Es müsse aber zwingend deutlich verbesserte Kostenstrukturen geben, um mit E-Antrieben wieder in die wirtschaftliche Erfolgsspur zu kommen. Niedrigere Kosten könnten durch technische Verbesserungen und günstigere Einkaufspreise erzielt werden, eine Anpassung der Personalkapazität sei aber unvermeidlich.







