Stand: 19.05.2026 • 13:28 Uhr

Bundesweit fehlen Wohnungen. Der Neubau bleibt schwach, Mieten dürften weiter steigen. In Mainz versucht man jetzt, mit einem neuen Konzept Druck aus dem Markt zu nehmen.

Beim Blick auf aktuelle Zahlen aus Mainz erkennt Roman Becker einen besorgniserregenden Trend: "Derzeit werden monatlich nur noch zwischen 45 und 55 Wohnungen gekündigt", sagt der Geschäftsführer der Immobiliengesellschaft Mainzer Wohnbau, die rund 11.000 Mietwohnungen verwaltet. Beckers Botschaft: Immer weniger Menschen ziehen um.

Denn auch in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt gilt: Wer eine Bleibe hat, versucht, die Wohnung zu halten - auch wenn die Unterkunft nicht mehr richtig zu den eigenen Bedürfnissen passt. Außerdem wird auch in Mainz viel zu wenig Wohnraum neu gebaut. Wohnungssuchende haben also immer schlechtere Chancen.

Auch die Wohnungswechselquote insgesamt ist inzwischen auf unter sechs Prozent gesunken und nähert sich zunehmend der Fünf-Prozent-Marke. Daraus lässt sich schließen, dass der Wohnungswechselmarkt im Bereich der Mietwohnungen nahezu zum Erliegen gekommen ist.