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inen „Karneval des Hasses“, so nennt Howard Jacobson, nicht gerade für sanfte Worte bekannt, die politische Entwicklung im Vereinigten Königreich. Es sei nicht mehr dasselbe Land wie vor dem 7. Oktober 2023, sagt der jüdische Schriftsteller: „Wir sind besorgt und verängstigt.“ Per Videocall erreicht man den 83-Jährigen in seiner Londoner Wohnung. Er trägt ein rotes Rugby-Trikot, hinter ihm reichen Bücherregale bis zur Decke. Er schaut in die Kamera und sagt: „Der Tag des Massakers war entsetzlich, man hat nur den Kopf in die Hände genommen und geweint. Und dann, am Tag danach, wurde einem klar: Mein Gott, das ist eine völlig andere Welt.“ Im März kam sein 18. Roman heraus, „Howl“, ein Buch über einen jüdischen Schuldirektor am Rande des Wahns angesichts des wachsenden Antisemitismus in London nach dem 7. Oktober. „Ich bin Jude, und mein Buch ist sehr jüdisch“, sagt er.